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Zehnter Band.
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Georg v. Lüneburg — die anderen brairnschweigischcnFürsten söhnten sich nun mit dem Kaiser aus — und Ban erstarben kurz nach einander (April und Mai 1641) und letztererward durch Torstenson ersetzt, der zwar bereits krank zumHeere kam, aber dessenungeachtet eine große Energie sowohl gegendie abermals sich auflehnenden deutschen Offiziere in schwedischemDienst, als im Kriege entwickelte. Er drang in Schlesien undMähren vor, und kam sogar bis in die Nähe von Wien (1642),kehrte hierauf zurück und wandte sich nach Sachsen, wo er beiLeipzig den Erzherzog Leopold Wilhelm und Piecolominifchiug. Im folgenden Jahre wandte er sich wieder nach Böhmen,während das französisch-deutsche Heer unter Guebriant vomNiederrhein, wo es durch Johann v. Werth, der sich vierJahre lang in französischer Gefangenschaft befunden, in eineschwierige Stellung versetzt worden, sich durch Westfalen undThüringen nach Franken und Schwaben gezogen hatte, jedochvergebens wiederholt versuchte, gegen Bayern vorzudringen, viel-mehr über den Rhein zurückgedrängt wurde. Nachdem dieserfranzösische Feldherr Graf Guebriant vor Rottweil (1643,November) tödtlich verwundet worden, übernahm Graf Ranzaildie Führung, wurde aber bei Tuttlingen (24. November) vonJohann v. Werth, Merey und dem Herzoge von Lothrin-gen überfallen und bis zur Vernichtung seines Heeres geschlagen.Auch Torstenson vermochte in den kaiserlichen Erblandcn nichtsBedeutendes auszurichten und der (1643) zwischen Dänemarkund Schweden auSbrechende Krieg rief ihn nach Norddeutschlandzurück.

Unterdeß war nach einjähriger Dauer (1641, 18. Oktober)der Regensburger Reichstag zu Ende gegangen. Im Abschiedewar außer den schon erwähnten Punkten im Wesentlichen nochfestgesetzt, daß die General-Amnestie auf die kaiserlichen Erblande,das Erzstift Magdeburg, die Pfälzische Sache und auf die For-derungeu wegen eingebüßter Einkünfte keine Anwendung leidenund so lange unverbindlich sein sollte, bis die wirkliche Verei-nigung aller Stände mit dem ReichSoberhaupte erfolgt sein würde— ein Vorbehalt, welchen daS ReichSoberhaupl, mitten unterdem Versöhnungsgeschäfte durch die Waffen der Hessen und Lüne-burger geschädigt und durch kecke Rede der zugelassenen Gesund-ten derselben beleidigt, wohl aufstellen durfte. Manches auchkonnte nicht gänzlich in den vorigen Stand zurückgebracht wer.