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Zehnter Band.
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wer keineswegs in dem Maße, wie die Abgaben wuchsen, sichverbesserte.

Der Kirchenstaat gerieth daher nicht minder in Schulden alsdie übrigen Staaten. Die alte Unabhängigkeit zerfiel untereiner regelmäßigen Verwaltung, und die kriegerischen Gewöhn,betten verloren sich so sehr, daß man nur eine Soldtruppe von500 Mann, meist Schweizern, unterhielt. Und doch war dies dieZeit, wo die Stadt Rom so zu sagen sich erneuerte. Die langenLeiden der ersten Zeiten der Völkerwanderung, die Barbarei,die Bürgerkriege und, vielleicht noch mehr als alles dieses, dieVerlegung des heiligen Stuhles nach Avignon, hatten Rom ent-völkert. Als die Päpste dahin zurückkehrten (1377), war dieStadt nur noch von Viehhirten bewohnt, die von ihren unwirth-lichen Bergen in die Tiber.Ebene heruntergestiegen waren; siehatten sich elende Hütten gebaut, welche enge, schmutzige, vonvorspringenden Dächern und Terrassen verdunkelte Straßen bil.deten. Die alten Bauwerke lagen in Trümmer, die Ziegen wet-deten auf dem Kapitol, die Rinder liefen im Forum umher (da-her die noch bestehenden Namen Nonto euprino, Vorn donrio..Onmpo vrweiiio), und von Sän Silvestro bis zum Thore derPappeln (äel popolo) gab es nur Gärten und Sümpfe, wowilde Enten gejagt wurden. Zuerst wieder ließ sich Nikolaus VeS angelegen sein, Rom mit Bauwerken zu schmücken, die seineralten und seiner neuen Majestät würdig waren; die Nachfolgerthaten das Gleiche, insbesondere Julius II, welcher in denWundern des Vaticans und der von Bramante gebauten Can-kelleria Vecchia fortlebt, und die mcdieeischen Päpste. Neue An-siedelungen entstanden an beiden Ufern der Tiber, welche Six-tus IV durch die seinen Namen tragende Brücke verbunden.Kardinäle und Fürsten wetteiferten im Erbauen von Palästen,und die der Riario, Chigi, Farnese, Orsini nahmen eS mit denantiken Bauwerken an Schönheit auf, übertrafen sie an Wohn-lichkeit *).

Die Eroberung und Plünderung von Rom und die Pestunterbrachen diese Bestrebungen, wie die Zunahme der Bevölke-rung; aber unter Pius IV erwachte die Baulust wieder unddie Paläste erhoben sich nun auch auf den noch öden Hügeln.

20 Opuseuliim >Ie miradilwus novae et veteris urbis erNtum

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