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bemüht, die Bürger auf die Stufe der bevorrechteten Ständeemporzuheben und mit Hülfe der vielen Abgaben das stehendeHeer zu vermehren. Den durch derartige Einrichtungen hervor,gerufenen Haß gegen ihn steigerten noch die unwürdigen Günst.linge, und besonders jener üble Beichtvater Slaghöck, Bischofvon Skara, den er als Statthalter in Schweden zurückgelassenhatte. Da bereitete sich auch die Rache für daö StockholmerBlutbad.
Gustav I Was«.
Der Sohn eines seiner Opfer war Gustav Wasa, auseiner Senarorfamilie im Jahre 1490 geboren. AIS Geißel vonChristian, der seine Fähigkeiten und seine Tapferkeit fürchtete,gefangen gehalten, wußte er sich seinem Gewahrsam durch Fluchtnach Lübeck zu entziehen und dort die Mittel zur Rückkehr nachSchweden (1519) zu gewinnen. Hier hoffte er vor Allem dennationalen Haß entstammt zu finden und den Racheruf zu ver-nehmen, aber er fand Nichts als Murhlosigkeit, hörte Nichts alskleinmürhigen Rath, zu thun wie die Andern, zu schweigen und sichzu fügen. Allmälig jedoch fingen die Dalecarlier an, WasaGehör zu leihen, zumal auf das Gerücht hin, daß der Königallen Bauern einen Arm und ein Bein abhauen lassen wolle, undum so mehr hörten sie auf ihn, als sie während seiner Rede dievorbedeutungsvolle Bemerkung machten, daß der Nordwind nichtmehr zu wehen aufhöre; so begannen sie die Erhebung, die sehrbald um sich griff. Ohne alle militärische Disciplin fochten siemit regulären Truppen; aber Wasa ersetzte jene durch seineeigene Thätigkeit. In Hedemor errichtete er Zeughäuser undlegte Werkstätten zur Verfertigung von Waffen und Münzen an,indem er selbst arbeitete und keine Mühsal scheute; und nachdemer durch einen Sieg die Zahl und den Zustand seines Heeresverbessert hatte, nahm er Upsala und wurde in der Versammlungder Edeln zum Reichsverweser ernannt (1521), da er den Königs,titel zu führen verschmähte, so lange die Tyrannei noch nichtniedergeworfen sein würde. Stockholm ward sodann belagert,und Slaghök stoh nach Dänemark, wo die Sigbrit ihn sogarzum Erzbischof von Lund aufsteigen ließ; aber als der römischeHof, der zum letzten Mal seine Stellung alS Bestrafer königlicherVergehen geltend machte, durch den Bruder Gian Franeeöeodi Polenza Rechenschaft für die Stockholmer Metzelei fordern