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Zehnter Band.
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sollte unter dem Bestätigungsrechl des Königs die Vischofswahkzustehen/ ohne Einmischung RomS. Ein Stehenbleiben war un.möglich. Sehr bald (1530) ward ein Glaubensbekcnntniß inä3 Artikeln/ nach dem Muster deS Augsburgischen aufgestellt/ unddie Protestanten gingen zu deu gewohnten Excessen gegen dieBilder und nachher gegen die Menschen über/ während die Ka.tholikcn steh der Neuerung und der Gewalt zu erwehren suchten;besonders aber haßten Norwegen und JSland die Reformationals eine dänische Tyrannei. Diesen Zustand von Aufregung undVerwirrung suchte der entthronte Christian zu benutzen undschiffte, sich in den Nimbus der Katholizität hüllend, nach Nor.wegen, während seine Gemahlin in Nürnberg daS Abendmahlunter beiden Gestatten nahm, um die protestantischen Fürsten zugewinnen, und zugleich von ihrem Bruder Karl V Beistandforderte. Die skandinavischen Katholiken leisteten ihnen Geld.hülfe, brachten sogar die Kirchenschätze zum Opfer; umsonst,denn bald sah sich Christian so in der Enge, baß er sich seinemOheim ergab (1532). Mit Bruch deS gegebenen Wortes schloßihn dieser im Schlosse Sonderburg ein, wo er 27 Jahre in Ge.sellschafr eines Zwerges verbrachte. Friedrich machte unterdessenaus politischen sowohl als religiösen Rücksichten gemeinschaftlicheSache mit den Feinden Oesterreichs und der SchmalkaldischenUnion, und heischte von den Norwegern das Gelöbniß, keinenandern König als den Erwählten der Dänen anzuerkennen.Statt aber der diesem Jahrhundert allgemeinen Bewegung nachder Monarchie hin zu folgen, hatte sich in Dänemark der Adelbefestigt, welcher bei der Wahl Friedrichs sich das Recht überLeben und Tod der Bauern und deren unbeschränkte Besteuerungvorbehalten hatte und hierdurch überaus mächtig und unabhängiggeworden war. Die Mißstände einer Wahlmonarchie mußtenhierdurch um so fühlbarer werden.

Christian III. 1533.

Beim Tobe Friedrichs bewarb sich sein erstgeborner SohnChristian 111, dem Schleswig und Holstein gehuldigt hatten,um den dänischen Thron; allein die Prälaten begünstigten seinenjüngcrn Bruder Johann*), weil derselbe von Kindheit an die

«) Der Drittgeborene, Adolf, ward Stammherr der herzoglichen LinieHolstein-Gottorp, und hiednrch zugleich derjenige der Kaiser von Ruß-land, der Könige von Schweden und der Großherzoge von Oldenburg.

Canr», Weltgeschichte. X. 15