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traten viele Andere*)/ bis unter der Regierung Emmanuelsdes Großen, der nebst seinen Vorgängern seit AlfonSlV(1325) selbst Dichter und Sänger war, Berna ldino deRibeyro, Opfer einer mysteriösen und hoffnungslosen Liebe,den Ton sanfter Wehmuth anschlug und die Glanzperiode derLiteratur Portugals einleitete. Sein Roman, nach den Ein-gangsworten „Das kleine Mädchen" (Neninne Alo^a) genannt,war daS erste Werk, worin die portugiesische Prosa den Ausdruckleidenschaftlicher Gefühle fand. Er führte die Ekloge ein, inder Folge durch die Portugiesen fast mißbraucht zu ewigen Hir-tenklagen, obgleich ihnen Reize nicht abgehen und sie glühenvon zauberhaften Schilderungen wie des UferS des Tayo, desMondego oder dcS Meeres. Gtl Vincenzo, „der PlautusPortugals", zog in einer Zeit, wo die neuern Sprachen nochkeine regelmäßigen Lustspiele auszuweisen hatten, Stoffe für solcheaus der Bibel unter Verwischung aller Verschiedenheit der Sittenund des CulturzusiandeS. Zwar zeugen seine Stücke von geringerKunst in der Anlage, bekunden jedoch eine reife EinbildungS.kraft, und ihr Dialog ist voll Leben und Einheit. Um ihn lesenzu können, lernte Erasmus das Portugiesische.
Saa de Miranda. 1405—1558.
Saa de Miranda auS Cotmbra. der unter den spanischenDichtern, als Führer der klassischen Schule, eine hervorragendeStelle einnimmt, wandte vielen Fleiß auf daS Studium derGriechen, Römer und Italiener, blieb aber, indem er die Ein.gebungen seines Herzcnö darstellte, völlig Original und bethätigtin seiner beständigen Schilderung von ländlichen Freuden mehrNatürlichkeit als seine Nebenbuhler. Er verfertigte auch Co-mödten im klassischen Geschmack und Volkslieder von einer unver.gleichlichen Einfachheit. Neben ihm tritt Ferreira (1528 69),der portugiesische Horaz, als Haupt der regelmäßigen Kunstschulehervor, der seine Sprache durch klassische Korrektheit in Ge.danken und Ausdruck veredelte, dabei aber alle Eigenthümlichkeit
vedo's den Namen Marias zum Sprüchworte und gleichbedeutend mitder höchsten und zartesten Minne machten. Ticknor a. a. O- D. B.
6) Ihre Leistungen sind aus der durch Garciade Resende um 1481bis 1521 angelegten Sammlung von 75 Dichtern des 15. Jahrhundertszu erkennen. D. B.
Caniu, Wcttge,chichle X. 20