Band 
Zehnter Band.
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der Offenbarung, welche daS Fundament der Theologie ist, wäh.rend das Fundament der Philosophie die Natur. Die Jntelli.genz läßt er im Empfinden bestehen, d. h. im Innewerden derUmgestaltung unseres WesenS; und Gedächtniß, Reflexion, Phan.taste find verschiedene Bestimmungen dcS Empfindungsvermögens;der Gedanke ist das Ganze der in die Empfindung gelegten Er.kenntnisse, welche nur die individuellen Gegenstände zu erkennengibt/ nicht ihre Wirklichkeit und ihre allgemeinen Beziehungen.

Allein statt mit den Sensualisten hierbei stehen zu bleiben/erkannte er und drückte er aus das Bedürfniß deS rationellenund theologischen Wissens/ obgleich er weit hinter der Befriedi-gung dieses Bedürfnisses zurückblieb. Nach ihm besteht die ganzeSchöpfung im Sein und Nichtsein; daS Sein besteht aus Kraft.Weisheit und Liebe, und hat zum Zwecke das Wesen, die Wahr.heit, daS Gute; das Nichts ist Ohnmacht, Haß, Unwissenheit.Im höchsten Wesen find die drei ursprünglichen Eigenschaftenin unbegreiflicher Einfachheit vereinigt, ohne Beimischung desNichts; sie find eins, obwohl unterschieden. Das höchste Wesen,indem eS die Dinge aus dem Nichts zieht, überträgt, unter derBedingung der Zeit und auf Grund des Raumes, seine uner.sawpflichcn Ideen in die Materie; es theilt den endlichen Wesendie drei Qualitäten mit, welche die Prinzipien des Weltallswerden unter dem dreifachen Gesetz der Nothwendigkeit, der Vor.schling, der Harmonie.

Auf dieser Metaphysik erbaut er eine physische, eine psicho.logische und eine soziale Wissenschaft. In der physischen Phi.losophie betrachtet er das Weltall als ein Ganzes von materiel-len Erscheinungen, die sich in der Zeit und im Raume entwickeln.Die in dieselben gelegte Materie ist ein nicht konstruirter, aberzur Konstruktion geeigneter Körper, und sie wirkt vermittelstzweier Agentien, der Hitze und der Kälte. Jene bildete denHimmel, diese die Erde, je nachdem sie den Stoff ausdehntenoder verdichteten; und alle Erscheinungen entstehen aus ihremZusammenwirken. DaS Licht ist eins und dasselbe mir der Wärme,nur die Benennung ist verschieden, je nachdem sie auf das Ge.fühl oder auf das Gesicht wirken. Dies stimmt mit den neuerenFortschritten der Physik nahe übcrein. In der Physiologie , woer die Wesen als lebendige und empfindende betrachtet, unter,scheidet er im Menschen ein dreifaches Leben, entsprechend einerdreifachen Substanz: die Intelligenz; deren Vehikel den Geist;