gegen den Papst: ,, imperialem dignitatem et potesta-tem esse immediate a solo Deo." AUS det' anspl'Uchlo-
seu Einfalt/ mit welcher dieses von den Gelehrten sowohlals von den Verfassern der heiligen Schrift ohne weitereErklärung gesagt und von der Privat-Macht ebenfalls be-hauptet wurde , erhellet deutlich / daß sie sich dabey nichtsaußerordentliches dachten. Sie verstanden darunter nichtsanders als daß die Macht der Fürsten so wie die Verschie-denheit der menschlichen Kräfte und Glüksgüter überhauptnicht durch künstliche Mittel von den Menschen selbst geschaf-fen • sondern durch die Natur der Dinge, d. h. durch die gött-liche Ordnung von selbst gegeben sey. Aber indem sie diesenGedanken nicht deutlich erklärten: so ward jener einfacheSaz bald ungereimter Weise dahin ausgelegt/ als ob dieEinsezung der Fürsten nnd Obrigkeiten, ich weiß nicht auf
Er ändert Zeit und Stunde (Umstände nnd Gelegenhei-ten) er sczet Könige ab nnd sczet Könige ein. B. derWeiSh. VI. 3 — Euch ist die Obrigkeit gegeben vomHerren und die Gewalt vom Höchsten, welcher wird fragen re.Ibi<l. v. 9, Er hat beyde die Kleinen und Gros-sen gemacht. Sirach XVII. 14. In allen Landen hater Herrschaften geordnet, (durch die Natur der Dinge, dieVerschiedenheit der Kräfte und Bedürfnisse) Sirachxxxvni. 1. Ehre den Arzt, denn der Herr hat ihngeschaffen s die höhere Einsicht gegeben) und die Arzneykommt von dem Höchsten (von der Natur) Coloss. I- 16»Denn durch ihn ist alles gescha sfen, das im Himmelund auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, bey.des die Throne« und Herrschaften und Fürsten«thümer nnd Obrigkeiten.^- Endlich die bekannteStelle Röm- XIII. 1. welche die dunkelste zu seyn scheint,aber duret» den ParallelisniuS mit den übrigen so klar uuddeutlich wird.