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chen als selbststandige Herren anzuerkennen/ ts) dieFür-sten zu obersten Bischöffen/ mithin wieder zu Päpsten zumachen, waS aber, wenn die Fürsten nicht sehr religiössind und stets die rechtschaffensten Theologen zu Rathe zie-hen, seine gr/ßen Nachtheile hat, indem die Kirche da.durch in die prekärste Lage versezt wird und die Religionselbst Gefahr läuft zur bloßen Magd weltlicher Interesse»herabgewürdiget zu werden. In dieser Verlegenheit über-all anzustossen, alles was nur den Schatten der Hierarchietrug zu vermeiden und doch eine Grundlage für die Kircheund ihre Lehrer zu suchen: ist eö nun erklärbar, wie zu-lezt mehrere protestantische Theologen und namentlichdie sogenannten Preöbyterianer oder Puritaner auf denwunderlichen Gedanken verfielen, die höchste kirchlicheGewalt in die ganze Gemeinde selbst zu sezen, mit-hin die Heerde zum Hirten, die Jünger zum Papst zumachen und die eine große christliche Kirche in so vieleKirchlcin zu versplittcren, alö es vorher einzelne Gemein-den gab. rs) §^ch diesem Princip hätte nun jede Ge-meinde nicht nur ihre Lehrer erwählen und absezen, son-dern über die Doetrin, die ste nicht kannte, entscheiden,Dogmen und Gebräuche vorschreiben, CatechiSmen ver-
18) Diese» Gedanken hat auch der Protestantische Super- In-tendent und Pfarrer zu Ronenburg, Jonalhan Schud croff,neuerlich in seinem merkwürdigen Buch über die Kir-chenzucht, Leipzig 1810. beynah mit den nemlichen Wor-ten geäußert.
19) Auch der würdige MoSbeim verfallt in diesen Irrtbumin seinem protestantischen Kirche n-Rech t, einemBuch, dessen aufmerksame Durchlesung meine Ansicht diesesGegenstands noch mehr bestätiget hat. Wie sich der guteMann windet und krümmt mn die Grundlage oder den Sij