-as leztr Ziel alles wissenschaftlichen StrebenS ausmacht,aber nur den vorzüglichsten Menschen von außcrordentli-chem Genie zu Theil wird, und auch diesen nur etwa ineinem Fach menschlicher Erkenntniß, nie aber in allen zu-sammen. Die übrigen, denen zu solch eigener Einsicht dienatürliche Anlage (die Macht des Geistes) oder die Gele-genheit zu ihrer Erwerbung fehlt, gleichwohl aber als Re-gel für ihre Handlungen gewisser Grundfäze und Kennt-nisse bedürfen: müssen der Autorität von andern glaubenund glauben auch wirklich, entweder einem Weifen odereinem Thoren, der sich weise dünkt. Denn garZnichtSzu glauben ist schlechterdings unmöglich, der Unglaube andas Wahre, oder wenn man will an das Alte, ist zugleichein Glaube an das Falsche oder doch an daS Neue. DasResultat jenes wahnsinnigen Unternehmens alle Menschenin geistigen Dingen nur von ihrer eigenen Vernunft ab-hängig machen zu wollen, konnte daher kein ande-res seyn und war auch wirklich kein nndereS, als dieVernunft von Voltaire und seiner Adepten an Plazder Vernunft aller früheren weisen und gelehrten Män-ner zu sezen, die Lehre der lezteren zu verdrängen,«nd ihre eigene herrschend zu machen, wodurch aber danndoch wieder Meister und Jünger, Autorität und Glaubebestanden und die Menschen einmal nicht bloß ihre eigeneVernunft über sich halten, folglich die Sache zwar umge--
40) Bey der Kürze des Lebens, sagt Joh. von Müller, istgut zu haben wovon man ausgehen könne; da dem größ-ten Theil der Menschen zu eigenem Gehen wo nichtKraft doch Muße fehlt, so ist gute Haltung wüuschenSwerth:diese aber in den Vorarbeiten zu finden, wodurch seit so vie-len Jahrhunderten in Europa blühende Staaten und nichtnur trostbedürftige Menge, sondern auch höherer Geistes-vGenüsse empfängliche Männer befriediget und weiter geführtworden sind. Schw. Gesch. IV. *1?,