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als in Büchern, den geschriebenen Meynungen anderer,gesucht hätten. ES ist nicht zu läugnen, daß die neuerenstreng republikanischen oder demokratischen Consequenzen,welche man auS dem Principio des bürgerlichen Conlraktsoder delegirter Volks-Gewalt gezogen hat und die manim eigentlichen Sinn die revolutionären nennt, anund für sich die natürlicheren, logisch richtigeren, ja so-gar unwidcrleglich sind, sobald jener Grundsaz angenom-men wird: und eben daraus erklärt sich auch das Phä-nomen, daß so viele gebildete und talentvolle Menschen,die weiter keine eigennüzigcn Absichten hatten und mit dembisherigen Zustand persönlich wohl zufrieden gewesen wä-ren, jenem unseligen System ihren Beyfall gaben. IhreGegner selbst hatten ihnen nicht viel vorzuwerfen, dennsie wußten in der Theorie auch nichts besseres; sie gien-gen von den nemlichen Grundsäzcn aus und wollten nurihre Consequenzen nicht zugeben, in der Praxis aber lei-tete sie ihr Gefühl richtiger alS ihr Verstand. Endlichexistirke noch keine entgcgengefezte gründliche Wissenschaft,welche den Ursprung und die Natur der Staaten befrie-digend erklärt und also die Wahrheit dem Irrthum gegen-übergestellt hätte. DaS wahre allgemeine Staats-Rechtherrschte in der Geschichte und vor den Zeiten der franzö-sischen Revolution größtentheilS in der Praxis, im einzel-nen urtheilte jeder Mensch nach demselben, wenn eS etwagegen ihn verlezt wurde; aber das philosophische davon,die Theorie, auf deren daö alles beruht, war unbekanntund wer nur immer seine Kenntnisse in Büchern suchte,der wurde stetS wieder auf das pseudo- philosophische Sy-stem geleitet. Demnach ist also die fast allgemeine Ver-blendung der Gelehrten und der gebildeten mittleren Clas-sen leicht zu erklären.