Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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Was die Großen und Vornehmen betrifft, de-ren Interesse jenes philosophische System so diametral wi-derspricht: so ist es bekannt, daß dasselbe gleichwohl auchunter ihnen eine nicht geringe Anzahl von Anhängern ge-funden hat. Erstlich sind sie des Irrthums so gut als an-dere Menschen empfänglich, zumal wenn sie ihn von Ju-gend auf durch mündlichen Unterricht, durch Bücher undSchriften cingeioqen haben. Zudem wurden sie von denHäuptern der Sekte gepriesen, erhoben, vor allen anderenausgezeichnet - wenn sie jene Meynungen begünstigten unddieser Schmeicheley ist so schwer zu widerstehen. Ge-wöhnlicher Weile wurden die Großen durch irreligiosePrincipien (die in so vielen Büchern mit reizender Schreib-art vorgetragen wurden) nach und nach zu ähnlichenpolitischen Irrthümern verleitet. Jene, welche sie von derDependen; höherer Geseze und geistiger Autoritäten be-freycn sollten, fanden freylich leichter Eingang als diese,aber von den ersteren zu den lezteren ist der Schritt leichtund beynahe unvermeidlich; auch kamen beyde verschwi-stem Irrthümer stets in den nemlichen Büchern mit und«eben einander zum Vorschein. Dabey ist der Reiz nachgänzlicher auch weltlicher Unabhängigkeit bey den Großenund Vornehmen oft noch stärker als bey den mittleren undgeringeren Classen, weil sie dieselbe durch eigene Machtbehaupten zu können hoffen und das Bedürfniß eines hö-heren Schuzes weniger fühlen. Daß aber nach gleichenPrincipien auch andere von ihnen würden unabhängigwerden wollen, daran dachten sie nicht oder hielten es fürunmöglich. Uebrigenö pfiegte bekanntlich ein jeder dasphilosophische StaatS-System nach feiner Convenien; zuheuten und wenigstens in seinem Inneren mit der bisheri-gen Gestalt der Dinge so gut möglich zu capituliren. Je-her wollte die neuen Principien nur gegen höhere Classen,