Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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»md protestantische Kirche bey ihrer Verfassung , ihrerrGütern und Einkünften stehen/ die Zudringlichkeit derfranzösischen Philosophen vermochte ihn nicht einmal zurVertreibung der Jesuiten aus Schlesien zubewegen/ die,er vielmehr beschüzte und als gelehrte Männer hochschäzte.Den Joscphinischen Reformen gab er so wenig seinen Bey-fall/ daß er vielmehr gerade im Jahr 1762. durch eineöffentliche Cabinets- Ordre der ganzen caiholischen Geist-lichkeit , allen Stiftern und Klöstern Schlesiens ihre volleungetrübte Existenz zusichern ließ. Die Schäze von Loret-lo , pflegte er zu sagen , würden in seiner Nachbarschaftunangetastet bleiben. Der Papst selbst könne ihn nicht vonDer Pflicht dispensiren ein ehrlicher Mann zu seyn undseine Versprechungen zu halten. Im politischen mag erwohl bisweilen einzelne Privat-Rechte vcrlezt haben/wenn sie mit feinen Interessen in Collision kamen , aber niehat er sie in allgemeinen Verordnungen nach sogenanntenGrundsäzen oder Menschheitszweken systematisch über denHaufen geworfen. Inzwischen entfiel ihm einst in einerseiner Schriften zu sagen: „Un prince est le premiergerviteur et le premier magistiat de l’etat. ” I?o)

Obgleich dieser einzelne Spruch jeder Ausdeutung fähigundtautologisch ist , wenn das Wort „Staat" für die Be-zeichnung der Selbstständigkeit dcs KönigS und seines Hau-feS genommen wird, 1<!I) obgleich er viel natürlicher/auch von bloßen Liebespflichten verstanden werden kann/welche oft mit dem Wort dienen anSgedrükt werden?obgleich übrigens die ganze HandlungS- Weift des Königsmit demselben in offenbarem Widersprüche stand und er die

Memoires de Brandebourg. T, II, p. 62,

*50. ES heißt dann eben,so viel als r ein Fürst ist der erste Dienerseiner selbst.