Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
JPEG-Download
 

203

Was diese Operationen für Folgen gehabt, ist zwarbekannt, verdient aber zur Belehrung der Welt mit weni-gem erinnert zu werden. Keine einzige derselben war vongutem Erfolg. Die Güter der aufgehobenen Klöster wur-den um einen Spottpreis verkauft oder die Einkünfte un-ter kostspieligen Administrationen verschleudert, die Schaz-kammer verarmte start sich von dem Raube fremder Gü-ter zu füllen. Die Verlezung aller Testamente, die eigen-mächtige Einziehung und Verwendung aller Legate ver-schloß das Herz der Sterbenden, niemand vergabete mehretwas an milde Stiftungen, die Spitäler litten Mangelseitdem sie nur von dem Staat auS unterhalten und besorgtwerden sollten. Die Leibeigenen baren ihre Herren aufden Knien sie in den bisherigen Verhältnissen zu belassenund ihnen nicht eine Freyheit zu schenken, die sie dem Hun-ger-Tode preis geben würde. Manche Verfügungen undGebore waren schlechterdings unausführbar. Gewohnhei-t«n und privarrechtliche Verhältnisse blieben wie sie waren,

kl 78 i.) dieWegführung derungarifchenReichs-krone nach Wien (i 7 S 4 .) welche diese Nation unnöthi-ger Weise schmerzte und den ohnehin gereizten Unwillen ver-mehrte — der Krieg mit den Holländern wegen Eröftnung der Scheide au« neuphilosovhischen Begriffen über dieFreyheit aller Flüsse (-784); da« Verbot aller aus-ländischen Waaren, welche sonst mit jenen Freyheit«.Maxime» nicht harmonirt und der Natur der Dinge, demeigenen National- Vortheil so wie der Licbespfiicht ge-gen alle anderen Völker widerstreitet (1784)- endlich !deuunpolitischen Krieg gegen die Türken ohne allenGrund blos um Catharinen« Reich zu vergrößeren und demphilosophischen Projekt gemäß die Türken au« Europa zuverjagen (1787.) Warum verjagt man nicht auch die Rus-sen au« Asien, die Europäer au« anderen Welttheilk« ?