300
den natürlichen Verknüpfungen zu bewirken-er würde im Gegentheil daö Uebel noch ärger machen/neue und grössere Gefahren an Plaz der alten sezen.Welch unübersteigliche Hindernisse sezen sich nicht schonentgegen, sobald man sich nur in Gedanken die Stif-tung eineö solchen Social-ContraktS vorstellt. Selbst dieIdee davon ist unmöglich und widerspricht sich selbst/ so-bald man sie verdeutlichen will. Denn erstlich wer sol-len die ursprünglichen PaciSeenten/ die eigentli-chen Mitglieder dieser RechtS-G enossenschaft/die Elemente des sogenannten Vernunft-StaateS seyn?Schon über diese erste Frage wissen die Bekenner jenesSystems nie etwas befriedigendes zu antworten: da istdie Verwirrung der Sprachen und Meynungen größerals bey dem Thurme Babylons. Ich will der ausschwei-fenden Lehre nicht einmal erwähnen , daß nach dem stren-gen System unwidersprechlich auch Weiber und Töchter(warum nicht auch Kinder) als Menschen dazu gehörtenund zu allen Aemtern gelassen werden müßten/ obgleichdiese Lehre von verschiedenen Philosophen ganz consequenrbehauptet 47 > und neuerlich sogar von einem Professor zuWürzburg in allem Ernste vorgetragen worden ist.
47) Sur l’admission des femmes au droit de eile par Condor-cet im Journal de 1789. No. 8. ferner der Marquis deVillette, die Mad. Wollstonkraft u. a. m. SieyeS scheutesich zwar den nemlichen Gedanken dentlich auSzudrüken/doch läßt er ihn errathen. Er sagt lediglich: « 1 -«° femmes„ en sont partout bieti ou mal exclues. ” Tiers Etat p.
58. Von einem Philosophen erwartete man aber/ daß erentscheide ob eS biet, ou mal sey.
48) Behr/ System der allgemeinen Staatslehre.Damberg und Würzburg izog. Selbst die Jenaer allg.Litteratur-Zeitung (4 Oct. i8°;.) konnte sich nicht