Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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soll man endlich im Staat den freyen Gebrauch seines Ei-genthums aufgeben, wegen dessen angeblicher Sicherheitman nach dem System zusammengetreten ist? Diese undtausend ähnliche Fragen müßten nothwendig bey einersolch seltsamen Bcrarhschlagung aufgeworfen werden. AmEnde würde wohl ein jeder seine vorige Unabhängigkeit,seine bisherigen Bestzungen behalten wollen: denn jedeBefugniß die der Einzelne abtrittet, jeder Zwang dem ersich unterwerfen muß, nimmt ihm ein Recht weg; eSmüßte also entweder der Bürger-Verein nnverrichteterDingen aus einander gehen oder das neugeschaffne Ober.Haupt bliebe ohne Kraft noch Mittel um die Freyheit derEinzelnen zu schüzcn. Oder soll man ihm alle Gewaltu n b e sch r ä n k t und ohne Vorbehalt übertragen, wie Hob-LeS und neuere Philosophen dociren, im Staate allenPrivat-Willen, alle Privat-Einsicht, alle Privat-Macht,alles Privat-Urtheil aufgeopfert haben? Diese Behaup.tung ist so ungereimt, daß eö beynah unbegreiflich scheint,wie sie in eines Menschen Hirn hat kommen können, undzwar von solchen geprediget wird, die sonst immer dasWort Freybeit und Sicherung der Rechte im Munde füh.ren. ES möge uns doch irgend einer dieser. Sophisten sa-gen, wie eS den Menschen möglich sey, ihren Willen,ihren Verstand, ihre körperlichen Kräfte, ihre UrtheilS-kraftu. s.w. diese im eigentlichen und buchstäblichenSinn unveräußerlichen Rechte an jemand abzutreten, auch

größeren Fällen. Darum weil die Privat-Personen nichtimmer hinreichend strafen können »verwegen besorgendenGefahren, Kosten und Beschwerden nicht strafen wol«len und in bcyven Fällen höhere Macht anzurufen genö-tbiget sind r Da« aller wird seiner Zeit deutlich bewiesenwerden.