auf -je freywilligen Spiele der Menschen. Siehe!selbst da wo sie einander gleich sind, wo keiner des andernbedarf: da pflegen sie zur Belustigung die Kräfte zu mes-sen und gleichsam zu versuchen, wer unter ihnen der Kö-nig sey oder zu seyn verdiente. Das ist der Geist allerSpiele von den Olympischen der Griechen, den circensi-scheu Wettkämpfen, den amphitheatralischcn und Fechter-Spielen der Römer, den Turnieren und Ritterspielen imMittel-Alter, big zu den aus Glük und Verstand combi-nirten Würfel-und Karten-Spielen, den Hirten-Spie-len in unseren Bergthälern und bis zu den Spielen derzartesten Kindheit herab. Wie kömmt es aber, daß ohneUrbereinkunft, ohne Verabredung, in allen Ländern,allen Zeitaltern, unter allen Nationen und Klaffen derMenschen dieser Wettkampf der Kräfte die Freude derSterblichen ausmacht und daß sie überall unwillkührlichund unwiderstehlich dem Sieger und nicht dem BesiegtenRuhm, Ehre und Herrschaft zusprechen, ja sogar ihmTribut und Geschenke bringen? Sieht man nicht auch hierdas Ewige in allem Wandelbaren, das Eine und Gleichein allem Mannigfaltigen? Zeugt es nicht von dem allmäch-tigen Geftz der Natur, welches den Menschen geboten hatsrevwillig oder unfreywillig nur dem Ueberlegenen dieHerrschaft einzugestrhen? ES hat überhaupt die Naturden Schwächeren in dem Stärkeren nicht einen Feind,sondern einen Beschüzer, einen Wohlthäter gegeben, unddie Menschen lieben eS daher, wenn diese Kraft sich auchdurch die Erscheinung bestätiget und äusserlich erkennbarwird. Man sezt bey allen Menschen ein in ihr Herz ge-pflanztes, die Macht selbst zügelndeS Kescz voraus und er-wartet daher, daß sie zum Nuzen und nicht zum Schadet»gebraucht werde, welches auch, man mag saecn wasman will, da» allgemeinere und gewöhnlichere isi.
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