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chen menschlichen Geseze vorschreiben. Sv möget Ihr inder Welt suchen und forschen wo Ihr immer wollet: Ihrwerdet allenthalben den Mächtigeren von Natur edler, groß-müthiger, nüzlicher finden. 3 Und wenn rS wahr ist,daß die Menschen überhaupt durch nichts so sehr zurükge-halten werden, alö durch die Besorgniß, daß jemand ihreFehler sehen möchte: wer wird oder muß sich mehr vorschlechten Handlungen hüten, derjenige dessen geringsterFehler vor den Augen aller Menschen geschieht, dem Ur-theil von allen ausgeftjt ist, oder derjenige der eine Mengevon Niederträchtigkeiten unbemerkt verüben und durch feineDunkelheit verbergen kann? 3 3 > So paradox daher die Be-hauptung klingen mag, so find Tyrannen auf dem Thronimmer eine seltene Erscheinung , 33 w und das können nnrdiejenigen läugnen, die von Neid verzehrt und besessen,mehr den Best; der Macht als ihre rechtswidrige Ausübunghassen, den gefunden Sprachgebrauch verdrehen und allesTyrannen nennen, was über ste hervorraget. Wer warensie übrigens diese bald rinkopfigen bald vielköpfigen Tyran-nen, die Geisel einer Menge von Sklaven? Betrachtetdie Geschichte und Ihr werdet finden, daß eö allemal
Zr) Vim potcntiorem »aeviantem natura moderatur. Ivo.
Denn überhaupt pflegt jeder Mensch gerade diejenigen ammeisten zu lieben, die er durch eigene Ueberlegenheit unterseine Flügel gesammelt hat.
33) enim levisJima sunt In cseteris peccata, in principeflagitia judicantur, nec magis latete possunt quam in oreipso ac vultu foedissimus cancer. Bodin .
Zr b) Eigentliche große Tyrannen find bald gezahlt und jeder-mann bekannt, da hingegen die Menge der gewöhnlichengerechten Fürflcn, über die sich niemand beklagt, gar nichtbeachtet wirb, eben weil die AuSnahm von der Regel mehrin die Augen fällt als die Befolgung derselben.
Erster Dank A si