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oder die Frucht seines Fleißes mißgönnen. NiedrigerEigennuz endlich/Geiz und Habsucht, die Quelleso vieler Ungerechtigkeit, werden sich selten bey denjeni-gen finden der an Reichthum alle seine Untergebenen über-trifft , der seine Bedürfnisse dnrch fich selbst befriedigenkann: und so haben überall die Mächtigeren, gerade deß.wegen weil fie mächtig find, zwar gleich anderen die Fä-higkeit und die Möglichkeit, aber weniger Reiz und Ver-anlassung , ihre Gewalt gegen andere zu mißbrauchen. * 7 >
Sind fie also nicht ungerecht und aberwizig, die ver-messenen Klagen über die Ordnung Gottes, daß der Mäch- |tigere herrsche? Ihr die den Baumeister dieser Welt zu 'tadeln scheinet, daß er Euch nicht zu Rathe gezogen hat:sagt an, was wollet Ihr dann, das die Natur nicht schonunendlich besser als Ihr veranstaltet habe ? Ihr wollet,daß Euere selbstgeschaffenen Regierungen mächtig und starkseyen, und fiehe! die Natur giebt ohne Euer Zuibun demMächtigeren, die Herrschaft. Ihr wollet, daß fie edel den-ken, über alles Gemeine erhaben seven: und was veredeltdann mehr das Gemüth , als das Gefühl eigener Ueber,legenheit, die Abwesenheit von Furcht und die Freyheit vonBedürfnissen? Ihr wollet, daß fie andere schüzen und selbstniemand beleidigen : aber wer hat dann zum ersteren mehrKraft al§ der Mächtige, zum lezteren weniger Interesse alsderjenige der fich selbst genügt, der mit seinen eigenenRechten zufrieden, keine delegirten besizt und keine begehrt,mit denen er sich entschuldigen und Gewaltthätigkeiten I
37) Nach gleicher Idee sagt Salomon von Gott: »Du ex.barmest dich über alles, denn du hast Gewalt über alles."(nichts zu fürchten, nichts zu begehren.) B. der Weis*heil XI. 34 , f, auch xn. 16. js,