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scher, deßwegen dem Mächtigen alles erlaubt? Werdenwir mit BrennUS sagen: „Alles gehört dem Stärke-ren -> oder mit H a n n i b a l lwenigstenS wie e§ ihm die Rö-mer in den Mund legten) statt der Bünde und der Ge-rechtigkeit gilt das Schwerdt r> oder mit Attila: >,eS„kömmt auf den Auögang und nicht auf die Ursache deS„Krieges an." Ist wie Tacitus von den verdorbne«Römischen Cäsaren meldet , beym höchsten Glük das Stär-kere auch das gerechtere ^ oder soll gar alles Recht erstvon Kampfund Sieg abhängen, wie Luean von der Phar-salischen Schlacht schrieb: „sie werde den Ueberwundenen„zum Schuldigen machen." fi > Wird der starke Mann denunmündigen Säugling zertreten, der Vater seinen Kin-Lern den Dolch in die Brust stoßen, seine Familie, weiler über sie herrschet, auch mißhandeln, prostimiren, sieLes Lebens und Eigenthums berauben, der Herr seine Die-ner , die er nähren und schüzen soll , dem Elend und Hun-ger Preis geben, ihnen gar Verbrechen befehlen, derArzt seine Kranken vergiften, der Lehrer seinen gläubigenJüngern statt Wahrheit und Erkenntniß, Betrug undIrrthum geben dürfen? Ach! freylich ist keine Lehre soheilig und so wahr, daß der Unverstand oder die Bosheitder Menschen sie nicht verdrehen, nicht mißbrauchen könne.
2) Omnia sunt validiorum,
■>) Pro foedere proque justitia est ensis«
4) Quteritnr belli exitus non causa.
5 ) ln summa fortuna id aequius quod validius, Tac. XV.annal. 1,
6J Ilaec acies victum factura nocentem est. Muß Mail Übn»
gens noch bemerken , daß alle diese Sentenzen von jenenSchriftstelleren selbst Dorwurstweise gesagt, den Ungerech-ten in den MundZ gelegt sind, mithin die entgegengesezteRegel noch mehr bestätigen.