Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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W» &ott scittett Tempel hat, da kaut sich der Satan ge-miß eine Capelle darneben, 6 ”> und wenn der gute Geistvon ruhiger, unschuldiger ja wohlthätiger Macht spricht:so schaffet der Böse sich eine thätliche nnd schädliche G e-10alt daraus. Aber diejenigen müssen gewiß den Geistder Gerechtigkeit wenig im Herren und nur auf den Lip-pen tragen, die sich keine Herrschaft ohne Unrecht denkenkönnen, die mit dem Begriffe höherer Macht auch immerden des Mißbrauchs der Gewalt zu verbinden gewöhntsind. Eine andere Frage ist, worauf die Herrschaft beruheund eine andere wie weit sie gehe oder ausgeübt werdensolle? eine andere ob der Stärkere Meister sey und wie.der eine andere wie weit er seine Stärke gebrauchen dürfe?Zwischen der Macht und der schädlichen Gewalt ist dernemliche UnterE>ied wie zwischen dem können und demunrecht thun, zwischen Vermögen und der Art sei-ne r A » w e n d n n g. Alles ist gegenseitig: nur eine nüz-ltche Macht ( potentia ) herrschet rechtmäßig und nichteine schädliche Gewalt (vis). ?> Weit entfernt daß demMächtigeren alles gehöre: so gehört ihm nichts als waser eigen besizt, und Pflichten hat er so gut wie jeder an-dere nicht nur gegen die Menschen, sondern gegen die

« h ) Ein Wort dar schon Kinig Franz I. von Frankreich gesagthaben soll.

7) Pufendorf drükt dieser so aus: »Illud inter manifestum« est , cum qui aliorum opera ad suum commodum uti„vult, (über andere gebieten) vicUsim quoque in co-„ rundem sese usus dispensare debere. Nam is uti-„que alios sibi inaequales eetimat, qui illos quidern ut„ sibi inserviant postulat, ipse contra immunis semper«esse cupit.” O. j. n. et g. L, III. c. a. Er war

hier, wie oft auf der Spur der Wahrheit, hat fie abernicht festgehalten.