standen, nicht an Pfeilern angeschlagen, nicht auf ver-gängliches Papier gedrukt, sondern angeboren, mit flam-menden Buchstaben nicht sowohl in die Vernunft als indas Herz geschrieben, Is) eben dadurch in allen Spra-chen kund gemacht, dem Kinde wie dem Greis, demGelehrten wie dem Ungelehrten bekannt und verständlich.ES zwingt zwar nicht wie die äußeren Natur-Gefeze, aberes gebietet vernehmlich und heilig im Inneren des Ge-müths , läßt seine Verlezer nicht ungestraft, seine Vereh-rer nicht unbelohnt. Eben deßwegen heißt es ein Pflicht-Gesez, zu,» Unterschied von den Namr-Gesezen im
publ. univ. p. 13. Universalis effectus universalem re-quirit causam. Crotius,
ir) „ Denn da^ Gebot, das ich dir heute gebiete ist dir nicht»verborgen noch zu ferne re. Denn eS ist fast nahe bey«dir in deinem Mund und in deinem Herzen, daß du»es thust rc." V. Mof. XXX. v. n u. -4. »Da«»Gefez feine« Gottes (des Gerechten) ist in feinem Her»»zen." Pf. XXXVIT. v. zi. ,, Deinen Willen mein»Gott thue ich gerne und dein Gefez habe ich in meinem»Herzen." Pf. XL.«.?. „ Die Heiden beweisen, desGe»»fezes Werk sey geschrieben in ihrem Herzen." RöimH. DaS gleiche behaupten auch Boehmer Jus publ.univ. c. 15. Schmaust Recht der Natur 1747. T-ni.Cap. 1. Hume über die menschliche Natur. zterDd. G.1 — * 8 . Selbst LhomasiuS statuirt, daß das natürlicheGefez ins Herz geschrieben sey, und daß in moralischenSachen, in dem Urtheil de bono et malo der Wille undnicht der Verstand die Herrschaft führe. Diese Unterschei-dung ist wichtiger als man glaubt. Jeder hat ein Herz,ein Gewissen; aber nicht jeder eine starke erleuchtete Ver-nunft.
iz) Ich mag den Kantischen Ausdruk Sitsten-Gescz nichtleiden, weil er mir matt und herzlos scheint, auch nur auf