Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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das alle Menschen kennen und immer gekannt habe»/ des-sen Erfüllung alle forderen und loben, dessen Verlezungalle tadeln und nach ihrem Vermögen strafen , nach wel-chem alle urtheilen, auf welche- alle menschlichen Gebotewie auf ihr einziges Fundament fortbauen, ein Gesez daSnie veraltert, daS ohne Vorwurf, ohne Strafe nicht ver-lezt werden kann? Welche Augen des Geistes müssen die-jenigen haben, die in den sichtbaren Folgen nicht dieunsichtbare Kraft zu erkennen wissen, von der Frucht nichtauf die Wurzel, von der Wirkung nicht auf die Ursachezu schliessen vermögen?

Wie aber dieses Gest; laute, welches sein Inhalt sey:daS zeigt uns wieder die Stimme der Natur, die da istdas Wort GotteS; das innere Gefühl, der Glaube unddaS Urtheil aller Menschen. ES lautet in zwey Wortenausgedrüktr »Meide BöseS und thue Gutes." »Be-»leidige niemanden, sondern nüze wo du kannst"mindere die Güter, die Besizungen, die Befugnisse an-

„ gittern non aliunde petendam quam ab ipso Jove. Erkannte nicht Aristoteles? «esse quoddam quod augu-„ rantur aut profitentur omnes, natura commune justum« aut injustum , etiam si nulla societas invicem sit, nul-«laque pactio.” Rhet. I, c. 13. Wie redet Sophok-les, von jenen legibus excelsis qute cmlilus datsc sunt ,quarum solus Deus pater est etc. Und wer kennt sie Nichtdie bepden berühmten und prächtigen Stellen aus Eiters

L. III. de Republ. und der Oratio pro Mursena, die 511

weitläufig find um sie hier ganz zu widerboleu, von welchenwir aber unten einzelne Bruchstüke anführen werde». ESist kein Dichter, kein Historiker, kein Philosoph des Alter--thums, in welchem nicht von diesem angebornen natürlichen»der göttlichen Gesez die Rede wäre.