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WühlwollcnS. Beyde lasse« sich zwar wohl Und wichtigvon einander unterscheiden, weil diese Unterscheidung inder Natur gegründet und für chie Wissenschaft von frucht-baren Folgen ist; aber beyde müssen in der Theorie so-wohl als in der Ausübung nothwendig wieder zusammen-geknüpft , mir und neben einander vorgetragen und befol-get werden; denn Gerechtigkeit und Liebe sind unzertrenn-liche Schwestern. Zwillings-Töchtern des nemlichen gött-lichen GesezeS; beyde verbindlich, beyde zum Wohl dermenschlichen Gesellschaft unentbehrlich, -»> beyde sollenbloß aus Ehrfurcht für den Gefezgeber erfüllt werden, beydesind GewissenSpfiichten. Jene ist negativ oder prohibitio,diese affirmativ oder präceptiv, jene verbietet, diese gebie-tet, jene umfaßt alles was zn unterlassen, diese alles waszu thun ist, jene mindert nicht, diese mehrt, jene nimmtniemanden etwas weg, diese theilt noch von eigenemmit. 2I > Fene soll und kann unter allen Umstanden,
20) Daß selbst geistreiche Männer wie j. D. B 0 c hm e r n. a. m.behaupten konnten, hast durch b'rße Gerechtigkeit der Friedeunrer den Menschen würde erhalten werden, ist ein Beweisin was für grobe Irrthümer man fällt, wenn Watt nur ein-zelne Disciplinen einer Wissenschaft auSschliessend treibtund dabey von der Beobachtung der Natur abgchr. OhneHandlungen des Wohlwollens, ohne wechselseitige Gefällig--kcit konnte selbst die geringste Familie, ja kein menschli-ches Verband, von welcher Art es auch sey, nur einenLag lang bestehen (oder man mache doch daö Experiment)und leicht wäre es aus der Erfahrung und der ganzen Ge-schichte zu beweisen, daß im Privatleben wie unter denStaaten weit mehrere Feindschaften, Streitigkeiten undKriege aus der Verweigerung von LiebeSpffichten als auSder Verlezunq von strengen RechtSvflzchten entstehen.
Li) Welch andere Einiheilung ist deutlicher, erschöpfender, lpzp<scher als diese?
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