Band 
Erster Band. Einleitung. Darstellung, Geschichte und Critik der bisherigen falschen Systeme.
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allgemeine Volks-Wille, -er nie geäußert wordenist/ noch geäußert werden kann / der seiner Natur nach ver-änderlich wäre und weder die Minorität noch die Nach-kommen verbinde« könnte; s" nicht Verträge die zwi-schen dem ganzen Menschengeschlecht wirklch oder in derIdee abgeschlossen worden seyn sollen, r») nicht die Ver-nunft/ denn sie ist nur das Erkenntniß-Mittel und nichtdie Schöpferin des Gesezes; ^ nicht das allgemeineWohl/ denn das ist schwer und nicht von jedermann ein-

ist, so ist die Gottlosigkeit alles Irrthums Wurzel und Ur-sprung.

37) Pufendvrf hat schon gegen diese seltsame Idee geeifert:

Et parum id videtur reverens erga divinum numenquasi ipsius jussum non satis jam necessitatis nobisattulisset, nisi et ipsi in idem ultro consentiremus autquasi ex nostro arbitrio ea obligatio dependeat. /. c. L.IV. c. r. §. ii. Perniciosa est opinio , emne jus, etiamquod naturale vocatur, esse commentum humanum,nec ad auctorem Deum referri ab eoque vim et sancti-moniam obtinere. Et iniquum est naturae leges ab eorumconsensu recipere, qui eas saepius violant quam observanr.ibid. L. II. c. 4- §. 3. G. auch B 0 e h m e r j. p. n. pag. IZ.

38 ) Eo will B> Kant das Eigenthums-Recht oder was dasnemliche ist, die Pflicht anderen das Ihrige zu lassen, vonder Idee eines zwar niegeschlossenen, aber doch « prioriallgemeingülrigen Anerkennungs• Vertrags herleite».(Metaph. RechtSlchrc pag. ??.) Was das für sesquipedaliaverba sind, um dem einfachen Sa; eines angeborne» durchsich selbst verbindlichen göttliche» Gesezes auszuweichen! EinVertrag der nie geschlossen worden ist, soll allgemein ver-bindlich seyn!!! Und worauf beruht dann die Verbindlich-keit der Vertrage? Auf meinem Willen? Und wenn ich den-selben ändern will r Odes ewigen Widerspruchs!

z 9) So wenig die Vernunft die äußere Natur geschaffen hat,