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andere) besteht keineswegs darin, daß in jenem allesPrivat-Urtheil/ alle Privat-Hülfe aufgehoben wären,sondern darin- daß man neben demselben noch derWohlthat eines höheren Beystandes genießt. Gerade da-durch/ daß jedermann nicht nur kein Unrecht thut, son-dern auch Beleidigungen möglichst hintanzuhalten trachtet,wird daS Reich der Gerechtigkeit auf Erden befördert undein angeblich bürgerlicher Zustand in welchem alleSelbsthülfe verboten wäre (der aber nicht existirt) ist einPostulat der Unvernunft nicht der Vernunft, ein Wunschder Bösen und nicht der Rechtschaffenen. Denn cS stndUicht die Gerechten/ welche fremdes Eigenthum verlezen,sondern die Ungerechten und müßten erstere immerhin alleBeleidigungen dulden/ dürften ste sich gar nie selbst hel-fen, und wären blos auf fremde Hülfe beschrankt, dieihrer Ratur nach ungewiß, langsam, unvollständig, oftsogar unmöglich ist: so würde aller Vortheil nur auf Seiteder Bösewichter seyn. Auch mag ein jeder bedenken,ob die Zahl der Beleidigungen, der Verbrechen und Ge-waltthätigkeiten stch nicht ins Unendliche vermehren würde,wenn ihre Urheber gar keinen Widerstand, keine Selbst-hülfe , keine plözliche Strafe von Seiten des Beleidigtenbefürchten müßten und ihre einzige Gefahr nur in derVindikation eines Oberen bestünde, die nicht immer er-
4) Wie stark sagt nicht P ufendvrf: scilicet obligatio ad exer-cendas invicem leges tiaturse et dfficia pacis est mutua etOmnes homines sequaliter stringit; Adeoque ubi altercontra leges pacis talia adversus me suscipere aggredi-tur , qita: ad meam perniciem spectant, impudentissimea me postulaverit, iit egO ipsum deinceps sacrosanctumliabeam ; id est ut meam saltitem prodam , quo ipsiusmalitia impune grassari queat- De /ure nat- ft gentiL. II. eap,