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folgt und deren so leicht zu entgehen ist. Es frage einjeder sein Gefühl, ob nicht die Furcht vor der Selbstbülfedes Beleidigten noch mehr von bösen Thaten zurükhält alsdie Furcht vor richterlicher Strafe. Die Doktrin einerangeblich dem geselligen Menschen untersagten Selbsthülfeist daher die nemliche Lehre, nach welcher auch aller Kriegüberhaupt unrechtmäßig und mithin nicht die Ungerechtig-keit selbst, sondern nur der Widerstand, nicht die Ge-walt zum Bösen, sondern nur die Gewalt zum Gute» ver-boten seyn soll: eine jener glatten und gleißn erischen Leh-ren , bey denen der Wolf unter den SchaafSkleidern her-vorblikt, die unter dem Schein des Friedens, alle Ver-brechen und Ungerechtigkeiten begünstiget, ihre Impunitärbefördert, die Rechtschaffenen aber elend und hülfloö macht,ihnen den wahren, den schnellsten und sichersten Schuz ent-reißt. Auch mögen die Sophisten unserer Tage in ih-ren Büchern noch so sehr die absolut verbotne SelbsthülfeLociren, und zu diesem End alle Augenblik ihren künstlich-bürgerlichen Zustand (der nicht existirt) dem natürlichenoder natürlichgeselligen entgegensezen, sie mögen zwischender sogenannten Selbst-Vertheidigung noch nicht entrisse-ner und der Selbsthülfe gegen verlohrne Rechte sachleer
Unsere Sophisten erheben ein fürchterliches Geschrey wennjemand via sacti mit Gewalt das Seinige vertheidiget, sichR e cht verschafft. Das nennen sie ferocia. Daß aber einGchurke >i» facti mit Gewalt Unrecht thut, anderen dasIhrige raubt; dawider haben sie gar nichts einzuwenden.Das ist dann nach ihrer Sprache eine zweifelhafte Hand-lung , deren Rechtmäßigkeit vorerst präsumirt wird und wodas Gegentheil erst an einem gerichtlichen Urtheil und weit-läufigen Aktenstoß erfahren werden muß. Ist das ihre ge-priesene Gleichheit? Hinweg mit solchen Fürsprechern allerMissethaten; sie sind ärger als die Uebelthiiter selbst.