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rneeii und den vielen Auflagen eine ungeheure Mengevon Beamten und Schreibern erfordert/ deren Bedürfnißman ehmalS gar nicht kannte. Dazu kam noch die falscheDoctrin von der Theilung der Gewalten — ein fabriken-mäßigeS SpaltungS-System, das auch i» Kleinigkeitenbis ins absurde und lächerliche getrieben wurde, so daßbald niemand mehr zwey verschiedenartige Geschäfte ent-weder zugleich oder nach einander besorgen durste, sondernwan wähnte, daß weil die Begriffe eines Ganzen, oder dieverschiedenen zu einem und ebendemselben Geschäft gehö-rigen Verrichtungen, sich inS unendliche analystrcn undzersplittern lassen, für jede derselben auch eben so vielbesondere Personen oder Behörden angestellt werden müß-ten. Die ungeheuren Unkosten, welche Liese übermäßigeBeamtenzahl veranlasset, sind vielleicht noch daS geringsteUebel; die Nachtheile für den Dienst des Fürsten und fürdie Privat-Freyheit der Unterthanen sind noch ungleichgrößer. Denn durch so viele Beamte wird man erstlichschon schlechter bedient, nicht blos weil jeder sich auf denandern verläßt und keiner die volle Verantwortung deSGanzen auf sich hat, sondern auch weil fast jedes Geschäftdurch drey, vier verschiedene Behörde» und Ministeriengehen muß, mithin der Geschäftsgang verspätet wird,und noch dazu ein verderblicher Kampf widersprechenderAnsichten und Competenz -Streitigkeiten entsteht. Dabeyverschwindet auch aller Eifer, weil man bey so wenigemoder getheiltem Einfluß nie von der aufmunternden Hof-nung belebt wird, irgend ein wichtiges Geschäft zu gutemErfolg bringen zu können; mit dem Dienst des Fürstennicht hinreichend beschäftiget, werden die subalternen Be-amten von der Herrschsucht geplagt, sie suchen daher un-ter allerley Vorwänden fremde Sachen an sich zu ziehen,die Unterthanen in ihrer Freyheit zu hindern; oder sie