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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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theils weil sich nicht immer alle Talente zu jeder Zeit in»dem nämlichen Lande finden/ und überhaupt liebe ich dieAntwort des Hannibal , als man ihn fragte, warum er soviele Fremde in seiner Armee habe: qui hostem ferietis mihi Carthaginensis erit. Auch ist es selbst für dieallgemeine Privat- Freyheit und für das wechselseitige Wohl-wollen unter den Menschen nöthig, daß man auch in an-dern Ländern Anstellung und Beförderung finden könne,damit der Dienst stets feine freye Natur behalte, und nichtjeder Sraar in sich selbst abgeschlossen, eine feindseligeNatur gegen alle ander» annehme. Aber von diesem Be-fugniß ist doch nur selten, und nur in außerordentlichenFällen Gebrauch zu machen. Der häufige Vorzug vonFremden, wenn er nicht durch evidenten Nuzen gerecht-fertiget wird, ist eine lieblose Zurüksezung der Eingebor-nen, denen man doch mehr schuldig ist, und beleidiget so-gar ihr Ehrgefühl, weil er eine Geringschäzung ihrer Tu-genden oder Fähigkeiten vorauösezt, daher man ihn auchin allen Ländern ungern sieht. Angesessene, vermöglicheund bekannte Personen, werden im Allgemeinen, zumalfür die höheren Aemter immer besser seyn. Durch ihr ei-genes persönliches Ansehen finden sie bereilS viel willige-ren Gehorsam, man gehorchet ihnen lieber, weil man sieschon ohnehin über sich zu sehen gewöhnt ist, und sie ha-ben daher viel weniger Zwang und Gewalt nöthig; dahingegen die fremden und schnellen Emporkömmlinge über-all Neid erregen, nicht etwa blos von den zurükgesezicnsondern selbst von der Masse des Volks ungern gesehenwerden, und gerade wegen dem Widerstand den sie in demüblen Willen der Menschen antreffen, fast allemal zu har-ten und despotischen Maaßregeln verleitet, ja beynahe ge-zwungen werden. Eingeborne, angesehene und wohlha-bende Männer sind auch mehr von niedriM Bedürfnissen