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in Hinsicht auf den Beamten unbillig und lieblos ist. All.lein sie ist dem Dienst des Fürsten selbst nicht weniger schäd-lich, mitbin sogar unklug. Schon im Privat. Leben siehtman, daß diejenigen die ihre Dienerschaft häufig nach blos-ser Laune verändern, gewöhnlich am schlechtesten bedientsind, und in Übeln Ruf kommen. Die guten Subjektemelden sich nicht mehr für ihren Dienst an, oder gehen beyder ersten Gelegenheit wieder fort; denn der Herr derseine Diener zu leicht verläßt, wird hinwieder auch vonihnen verlasse». Das nämliche ist auch in höheren Ver-hältnissen der Fall. Bey der beständigen Furcht schuldlosum seine Anstellung, mitbin auch um Ehre und Brodzu kommen, kann keine Zuneigung für die Person, keinInteresse für die Angelegenheilen deö Fürsten entstehen.Solche Diener sind beynahe zum Egoismus gezwungen;sie verfallen entweder in niederträchtige Schmeicheley, su-chen nur alle vorübergehende Launen ihres Fürsten zu stu,diren, ihm, blos um sich gefällig ja unentbehrlich zumachen, zu allem Bösen zu rathen und zu helfen, wo-von er dann daS alleinige Opfer ist; oder ihre Redlich,keil unterliegt in dem ewigen Kampf mit der Selbsterhal.tung. und sie suchen die vorübergehende Macht blos zu ih-rem eigenen Vortheil zu benuzen, um wenigstens auf an-dere Weise für die Zukunft gesichert zu seyn, und wie da-Sprüchwort zu sagen pflegt, ihre Castanicn aus demFeuer zu ziehen. — Dennoch ist niemalen anzurachrn,durch ein Gelez die lebenslängliche Fortdauer der Dienstezuzusichern, theils well solches der wechselseitigen Frey.heil zuwider wäre und unter Umständen das Verhältnißunerträglich machen könme, theils weil eS der Liebe allenWerth benehmen und den Diensteifer der Beamten töd-ren würde, weil sie nunmehr auch bey aller Rachlaßigkeirund Gleichgültigkeit nicht- mehr zu besorgen hätten. Aber