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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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sie». Unter diesen Tugenden ist wahre Religiositätdie erste und vornehmste, und auch jedermann erreichbar.Je mehr ein Fürst von menschlichem Zwange unabhän-gig ist, desto mehr soll er eine höhere Macht und ein hö-hereö Geiez anerkennen, und solchen Glauben durch seineHandlungen thätig beweisen. Der Nuze den er durch die-ses sein Beyspiel stiftet, ähnliche Gesinnungen in dem-ganzen Volke verbreitet 3) und dadurch wieder seinenThron befestiget, ist zwar schon sehr groß, aber bey wri-rein nicht der einzige. +> Denn auch nur die persönlicheReligiosität oder Gewissenhaftigkeit deS Fürsten bewirkteine Ehrfurcht, deren auch die-Schlechtesten nicht zu wi-derstehen vermögen; es ist unglaublich wie sehr alle Un-terthanen einem solchen Fürsten mehr vertrauen, von ihmweniger Unrecht besorgen , mehr Wohlwollen hoffen, undihm daher auch mehr Treu und Anhänglichkeit beweise«werben. Man hat das Gute an anderen, besonders anHöheren gern, auch wenn man es für sich selbst nichtausübt. UebrigenS ist es zur Erhaltung des Ansehen-eben nicht unentbehrlich, daß die Fürsten alle möglichenTugenden und guten Eigenschaften besizen; solches wäresogar unmöglich, indem viele derselben von solcher Natursind, daß sie nicht in der nämlichen Person vereiniget wer-den können, sondern sich sogar wechselseitig ausschließen.Daß anderseits die Fürsten ganz fehlerfrey seyn sollen,

Z) Rex velit honesta, nemo non eadem volet.

Regna firmat pietas.

4 ) Anderswo, B. I- S. 4-6 —4-y und B II. @r. üz —ha-ben wir vorzüglich den Nuzeo der Fürstlichen Religiosität fürda« Volk gezeigt. Hier betrachten wir mehr ihre» gegen-seitigen Nuzen für den Fürsten selbst ; denn das Wahre undGute ist immer beyden Theilen vortheilhaft.