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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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kann man von ihnen eben so wenig alS von ankern Men-schon fordern; aber beyde, die Tugenden und die Fehler,müssen wenigstens nichrS zu gemeines an sich haben, undwenn man stch so ausdrüken darf, standesgemäß seyn.Nur solche Tugenden sind Fürstlich und tragen zu hohemAnsehen bey, die einen Charakter von Seltenheit haben,blos den Mächtigen eigen find, und nicht von jedermannausgeübt werden können. So würden z. B. Arbeit,famkeit für Gewinn, Sparsamkeit die jedemPfenning nachläuft, übertriebene Enthaltsamkeitauch in unschuldigen Genüssen, Schüchternheit, Ehr-erbietigkeit gegen jedermann u. s. w. lauter Eigen-schaften, die au Geringen und Schwachen lobenSwerthfind, einem Fürsten nicht geziemen, weil er sie nicht nö-thig hat; dieselben würden sogar seinem Ansehen schaden,weil sie Mangel an Vermögen oder an Kräften vorauöse-zen, und weil er sich dadurch den Niedrigsten gleichstellt.Aber Großmuth und Freygebigkeit, die mit guterOekonomie sehr wohl verbunden seyn kann, Festigkeitin dem Zwek ohne Eigensinn in den Mitteln, Ernst ohneHärte, Entschlossenheit, Gerechtigkeit und thä-tige Hülfleistung zu derselben, Edelmuth, Tapfer-keit, Gnade oder Nachsicht gegen kleine Beleidigungen:daS find die Tugenden der Großen, die Ueberlegenheitan Kräften und Mitteln vorauSsezen, die nicht ein jedernachahmen kann, und daher die Ehrfurcht erzwingen. Dienämliche Bewandniß hat es mit den Fehlern; sie findzwar in anderer Rüksichk schädlich und daher stets zu ver-meiden, aber wofern sie nur nichts unedles und gemeine-an sich haben, schwachen sie daS Ansehe« nicht so sehr.So gehören z. B. Stolz, Herrschsucht (wenn sinicht ins kleinliche geht), feinere Sinnlichkeit,Hang nach Genüßen und Vergnügungen aller Art, B er«