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schwendung, Kriegslust/ Eroberungssuchtv. s. w. zu den Fehlern und Lastern der Großen; besserist es zwar sich derselben zu enthalten, aber sie erfordernimmer noch Kräfte und Mittel/ die nicht einem jeden zuGebore stehen / stc haben daher nichts herabwürdigendesan stch/ den Schwachen und Armen stnd ste schlechterdingsunmöglich. Dagegen würden die Laster und Fehler derSchwache»/ Kargheit und niedriger Eigennuj/Neid/ Schadenfreude/ Arglist/ Betrug, grobeAusschweifung/ oder auch nur Unentschlossen»heil, Feigheit, Wankelmuth/ Furchtsamkeit«. s. w. an einem Fürsten schlechterdings unerträglich seyn,und ihn nothwendig um alles Ansehen, alle Ehrfurchtbringen, darum weil dieselben Mangel an Kräften undMitteln vorauösezen, und dem Mächtigen unverzeihlichlind, weil er dazu weder Veranlassung noch Entschuldi-gung hat. " Auch wird man überall in der täglichenErfahrung bemerken, daß gerade die gemeinsten Menschenuach ihrem unverdorbenen Gefühl hierüber äußerst richtigurtheilen. Sie lieben an dem Fürsten und überhaupt anihren Oberen alles was Kraft oder Macht anzeigt, undverzeihen sogar gern die Fehler, welche noch eine Ueber-legenheit an Mitteln vorauösezen, wenn auch von densel-ben ein unrechter oder unkluger Gebrauch gemacht wird.
Es ist aber zweytens zur Behauptung des Ansehens«icht genug, daß die Ueberlegenheit an Macht und Ver.mögen wirklich vorbanden sey: sie muß auch äusserlicherkennbar werden, durch Zeichen und Thatenerscheinen, und stch in der ganzen Lebensart, in allen
;) Vergl. hierüber auch Macchiavelli de principe Cap, l 1 /
und 21