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straft, so muß auch derjenige der mit den Waffen in derHand Verbrechen bestrafen will, ihrem Urheber an Kräf-ten sehr überlegen, oder nach vollendetem Kampf die Ueber«macht entschieden seyn.
Der wahre Geist des Kriegs besteht also nicht in un-nöthiger oder zwekloser Kampflust, sondern in Tugendendes Charakters, in Entschlossenheit znm Kampf,und in Fähigkeit zur Bestehung desselben, alSwelche zur Erhaltung der Unabhängigkeit schlechterdingsunentbehrlich sind. Durch Gerechtigkeit und Wohlwollengegen Auswärtige zn keinen Streitigkeiten vorsezlich An-laß zu geben und dadurch den Kriegen zuvorzukommen,ist pfiichtmäßig und meistentheilS auch nüzlich. DurchKlugheit und Bescheidenheit gefährliche Collistonen beson-ders gegen Mächtigere zu vermeiden und bisweilen selbstvon seinem eigenen Recht etwas nachzugeben, mag-unterUmständen vortheilhaft seyn; aber im Ganzen ist eö besserund für die Erhaltung der Unabhängigkeit sicherer, ge-fürchtet zu werden als selbst fürchten zu müssen. Ein leb-haftes Ehrgefühl, welches keine Beleidigungen duldetund erlittene straft; Muth, der von der Heiligkeit desZwekeS durchdrungen, pfiichkmäßige Gefahren nicht scheut;Entschlossenheit, welche die zwekmäßigen Mittel schnellzu entdekcn und zu benuzen weiß, wenn zum Zaudernund Ucberlegen keine Zeit vorhanden ist; Wachsamkeit,die den Feind nicht gering schäzt, und nicht zu sehr aufeigene Kräfte traut; 10 > Mässigkeit, welche nothwen-
10) NÜ tute iu hoste despicitur, quem si spreveris, valen-tiorem negligentia facies. Curtius.
Saepe contemptus hostis cruentum certamen edidit, etinclyti populi regesque perlevi momento victi sunt. Liv,Et saepius incautae nocuit Victoria tiirbs. Claudiaih