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ner Insurrektion begriffenen Völker auf der Stelle wie-der beruhiget, ohne dadurch im mindesten seine Autoritätzu schwächen. Eben so würde» vermuthlich die Nieder-lande noch lange unter Spanischer Herrschaft gebliebenseyn, wenn Philipp II., der nicht mehr nachgebenkonnte noch nachgeben durfte, früher gestorben und seinan jenen Gewaltthätigkeiten unschuldiger Sohn auf denThron gekommen wäre. — Was die gänzliche Vertil-gung oder Ausrottung zahlreicher innerer Feinde be-trifft, welche man oft in der Leidenschaft für nöthig oderfür rhunlich hält: so ist dieselbe theils nicht zwekmäßig,weil ste die Macht des Fürsten selbst schwächt, Menschenund Hülfsmittel vernichtet die ihm in anderer Rükstchtnüzlich werden könnten, theils ist sie auch in vollem Sinnnicht einmal möglich. Denn die einheimischen Feindesind nicht allemal bekannt, ste stehen nicht alle in geord-neten Haufen, in das Innere deg Gemüthes vermag mannicht zu schauen und weiß daher nie wo man aufhörensoll. Unversöhnlichkcit und Grausamkeit giebt ihnen oftAnhänger und Freunde die ste sonst nicht gehabt hätten,die Erbitterung wird allgemeiner und eü erstehen neueRächer aus den Gebeinen der Erschlagenen. Wenn aberauch solche Feinde sich unterwerfen, den Kampf verlassen,und in dieser Hinstcht vernichtet scheinen: so glimmt dasFeuer unter der Asche und lodert bey der ersten Gelegen-heit wieder zur Flamme des Aufruhrs empor; inzwischenist aber die Macht des Fürsten immer geschwächt, denndie Liebe und die freye Anhänglichkeit des Volks machteinen großen Theil derselben auS; er lebt mir seinen ge-zwungenen Unterthanen in einem unfreundlichen Verhält-niß, in einem Zustand geheimer Feindseligkeit und bestän-digen Mißtrauens, kann daher manches nicht versuchen,nicht durchsezen, waö ihm sonst leicht gelungen wäre, nnh