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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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iit alle» seinen auswärtigen Unternehmungen wird erdurch innere Besorgnisse gelähmt/ weil der erste Feindeinen mächtigen Anhang im Lande selbst antreffen würde.— Oft scheint daher die Ausstoßung oder Verban-nung der inneren Feinde theils menschlicher, theilszwekmäßiger zu seyn, und bisweilen wird dadurch dieRuhe in der That scheinbar hergestellt. Denn kann mansolche Feinde nicht ganz vertilgen , so ist eS am Ende bes-ser von einander zu scheiden, alS in ewigem Streit undZank mit ganz entgegengcsezten Grundsäzen in dem näm-lichen Land mit und neben einander leben zu müssen.So trug es bey der Kirchenspaltung im löten Jahrhun-dert doch zum inneren Landes-Frieden bey, daß man sichzulezt von einander trennte, jeder sich zu seinen Glaubens-brüdcrn begab, und in catholischen Landern keine Prote-stanten, in protestantischen keine Catholikcn mehr gedul-det wurden. So wäre es in unsern Tagen bey dem un-leidlichen Kampf zwischen den revolutionären und denaniirevolulionären Meynungen oft zu wünschen gewesen,daß man sich von einander gesondert und jeder sich dort-hin verfügt hätte, wo seine Grundsäze, seine Zweke dieherrschenden waren. Allein auch dieses Mittel, so oft esauch, bald unter milderen bald unter härteren Formen,bald mit Beybelassung bald mit ConfiSkation der Güter,versucht worden, bleibt immerhin sehr unvollkommen undentspricht nie ganz seinem Zwek. Denn nicht nur wirddaS Reich dadurch innerlich an Talenten und mannigfal-tigen Quellen des Reichthums geschwächt, wie Phi-lipp II. in Spanien eS durch die Verbreitung der Mau-ren, und Ludwig XIV. in Frankreich eS kurz vor demSpanischen Successtonskrieg und schon in jenem den derFriede von Ryßwick endigte (1687— 1696 ) erfahren ha-ben : sondern die Verbannten nehmen ihre Rachsucht mit