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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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sich, und geben auch im Ausland den Kampf nicht auf;sie finden Freunde und Beschüzer bey fremden Mächten,können von dorther ungestraft schaden, und werden in derFolge oft die gefährlichsten Feinde. Man weiß aus derGeschichte, wie viel die vertriebenen Hugenotten durch ih-ren Einfluß bey auswärtigen Mächten und vorzüglich inHolland Ludwig dem XkVten geschadet haben. *> InHungarn und Polen haben mehrere Mal einzelne flüchtigeoder verbannte JnsurrektionS - Häupter ihrem Vaterlandneue gefährliche Kriege mit den Türken oder Schwedenzugezogen. Aehnliche Beyspiele liefert die Geschichte allerinneren Unruhen ohne Ausnahme, und noch in unsernTagen hat man die Gefährlichkeit ausgewanderter odervertriebener innerer Feinde oft auf die frappanteste Weisegesehen.

Daraus ergiebt sich nun das lehrreiche Resultat, daß alleblos einseitigen Maaßregeln nicht zum Zweke führen,und es ist daher am Ende bey inneren wie bey äusserenKriegen, immerhin eine?(rt von stillschweigendemVergleich nöthig, wenn die Ruhe dauerhaft befestiget,und der Friede in den Gemüthern hergestellt werden soll.Dieser Vergleich muß aber so beschaffen seyn, daß derFeind zum Freunde gemacht und doch von dem Fürstenkein wesentliches Recht aufgeopfert, keine ihm für die Zu-kunft nachtbeilige Verpflichtung eingegangen, folglich dieMacht und die Unabhängigkeit nicht geschwächt werden.So schwer indessen dieses Problem wirklich ist und beymersten Anblik sogar unmöglich scheint: so lassen sich dochgewißc Hauptregeln angebe», deren Befolgung unfehlbardie Aufgabe löst, und selbst den inneren Krieg zum Rer-tungS- und BefestigungSmittel des Staates machen kann.

5) S. Hierüber besonders L-pric de l’hutoire T. iv. p. 529.