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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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Gewaltthätigkeiten verüben lasse; denn ihrerseits warensie gar nicht so bedenklich gegen ihre Feinde in dem näm-lichen Land einen grausamen Krieg zu führen. Im Ge-gentheil, wenn einmal das Uebel einer heftigen ihrerRatur nach unversöhnlichen Zweytracht über ein Land ein-gebrochen : so ist offener Krieg und der darauf folgendeinnere Friede das einzige Mittel um jene Zweytracht -zuzerstören und die Gesundheit deS Staates herzustellen.Hatte man in Frankreich ( wie alle Weifen und Verstän-digen es wünschten) zu rechter Zeit gegen die revolutionäreRotte einen förmlichen Krieg geführt, anstatt daß derKönig, des sogenannten Frtedenö wegen, sich von ihrunterjochen ließ, und denselben noch zu ihren Absichtenhalf: die Revolution würde nicht sechs Wochen gedauerthaben, Ströme von Blut und Thränen wären erspartworden, und Europa würde jezt nicht von Moskau biö Ca-dip mit Brandstätten, Ruinen und erschlagenen Leichna-men bedekt seyn. Die wahre Politik eines Fürsten er-fordert hier wie überall, der Ordnung der Ratue zu fol-gen, mithin gegen innere sowohl alö gegen äußere Feindeeher den Krieg zu erklären, als sich durch beständige ein-seitige Feindseligkeiten zu Grund richten zu lassen.

Bey solch'inneren Kriegen nun, wie bey den äußeren,sind wiederholte Siege das beste Mittel zum Frieden, nichtweil sie den Feind vertilgen oder seine Anzahl schwächen,sondern theils weil sie die Gemüther der überge-bliebenen zum Vergleiche geneigt machen undviele sogar zum Abfall bewegen, theils auch die Auf-merksamkeit von der ersten Ursache desKriegS ablenken, und andere streitige Gegenständeherbeyführen, über welche man sich leichter vergleichenkann. Denn durch die Zufälle des KriegS entstehen so