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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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viele neue Interessen, daß man darüber gewöhnlich seineursprüngliche Veranlassung vergißt; die Folgen werdenzur Hauptsache;, und über diese läßt sich dann eher nach-giebig, ja sogar mit Ehre» großmüthig seyn. Anbev ha-ben die Menschen schon vermöge des allgemeinen Natur-gesezes, daß nur der Mächtigere herrsche, einen innerenHang sich demselben zu unterwerfen, sich an ihn anzuschlies-sen, und sogar bey ihm eher alS bey andern die Ge-rechtigkeit der Sache zu vermuthen: so daß auch in dieserRüksicht jeder Sieg die Zahl der Freunde vermehrt, dieder Feinde vermindert, und die Gemüther zum Friedengeneigt macht.

Die zweyte nicht minder wichtige Regel, die stets mitder ersten vereiniget seyn muß und bisweilen aus Leiden-schaft vernachläßizet wird, besteht darin: die Insur-genten - sobald ste durch ihre Zahl oder durch den Cha.rakter ihrer Haupt. Theilnehmer bedeutend sind, nichtals Verbrecher, sondern als Feinde zu be-frachten und zu behandeln. Ein Fürst kann diesesohne Abbruch seiner Ehre thun, besonders bey solchenInsurrektionen, deren Theilnehmer zahlreich sind und de-ren Ursprung und Endzwek an und für sich nichts schänd-liches oder niedriges hat. Auch erfordert solches gewiß.sermassen sowohl die Natur der Sache, deren Befolgungstets die beßte Klugheit ist, alö auch die Billigkeit; dennsobald einmal die Kräfte in offenem Kampfe gemessen wer-den, so sind die Insurgenten, wenigstens in diesem Au-genblik, nicht mehr seine Untergebene, und am Ende isteö doch kein unverzeihliches Verbrechen, im Fall der äus-sersten Noth für wirkliche oder beglaubte Rechte offen undgerade mit den Waffen in der Hand zu kämpfen. Dergroße politische Vortheil jener Maxime aber besteht darin,