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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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Krlegsleute nicht zu arbeiten pflegen, und die Erde frey-willig nicht genug zu ihrem Unterhatte hervorbringt; auchstekt zulezt, wie bey den Celten und Galen, das Meerden Wanderungen ein Ziel. Dabey erschlafft das Ver-band durch die Länge der Zeit von selbst. Denn nichtzu rechnen, daß die Horde, so zahlreich sie auch seynwag, doch am Ende wie die Mongolen an den Deutschenihren Meister finden, durch Krankheiten vernichtet, durchden Tod ihres Anführers aufgelöst oder iv Verwirrunggebracht werden kann: so hört auch allmählig der ur-sprüngliche Grund der Vereinigung selbst auf. Denn findeinmal die Gefahren abgewendet, die Feinde bezwungen,ist ein Land eingenommen, in welchem fich ungestört gutwohnen läßt, ist mit einem Wort der Zwek deS Ver-bandes erreicht, das Bedürfniß des SchuzeS weggefallen:so wünscht der Mensch, welcher Nation er auch sey, amEnde nach vielen Beschwerden Ruhe und Genuß. Indiesem Zeitpunkt wird fich also jeder von dem Dienste los-zumachen, einzeln anzusiedeln oder wenigstens in einemlaxeren Verband mit den übrigen zu verbleiben suchen,und der'Anführer, von den nämlichen Neigungen getrie-ben, wird am Ende selbst froh seyn seine Gefährten ver«abscheide» oder auf andere Art befriedigen zu können.

Daher lehrt uns auch die ganze Geschichte, daß der-gleichen Militär-Staaten nie lange dauern, und noth-wendiger Weise bald zerfallen müssen, wenn nicht derFeldherr am Ende für fich und die Seinigen ein hinrei-chendes Land zum bleibenden Eigenthum erwirbt, einLand, in welchem er fich selbst festsezt, und wodurch erauch seine Getreuen befriedigen kann, mithin auf dieseArt in die Classe der Erb- und Grundherren übertritt,-der wenigstens beyde Verhältnisse mit einander vereiniget.