Band 
Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
JPEG-Download
 

339

tctt/ 115 und von Deutschland müssen die billigeren Schrift-steller ebenfalls bekennen, daß man in der Reihe öffentli-cher Beamten Männer von der verschiedensten Herkunftfinde - und daß darin beynahe kein Staat existire, in wel-chem nicht ahnenlose Geschäftsmänner sich bis zu den er-sten Stellen erhoben hätten. 11 > Aber im Ganzen ver-

u) Colberts Vater kannte niemand, Necker war ein Frem-der, sogar ein Protestant, und von bürgerlicher HerkunftUeber den ungegründeten Vorwurf daß im alten Frankreichnur die Adclichen zu hohen Lhrenstellen gelangen konnten,s. einen merkwürdigen Aufsaz in dem trefflichen JournalL'ami de la religion et du roi. T. iZ. Nro. Zls-p. M.

is) Rehberg über den deutschen Adel S. rS?. und a;z. InOestreich waren Thu gut, Mack u. a. m. unter denenr§ eben nicht am beßten gieng, von bürgerlicher Herkunft.Wenn die Frage im Allgemeinen bloß nach zufälligem Er-folg beantwortet werden könnte: so müßte sie wahrlich eherzu Gunsten der Privilegien des Adels entschieden werden.Wenigstens gieng die Diplomatik besser unter Kaunjz undMettcrnich und die Armeen wurden von den Prinzen Eugenvon Savoyen, Carl von Lothringen, Grafen von Clairfait,Erzherzog Carl, Fürsten von Schwarzcnberg u. f. w., eben-falls glüklicher als von anderen angeführt- Von Preußenhat man ähnliche Beyspiele. Das schlechte Neutralität--System, gegen oder vielmehr für die französischen Revolu-tionärs, wurde nicht von Adclichen, sondern vorzüglich vonbürgerlichen CabinetS-Räthen untcrstüzt und begünstiget.Mit diesen Bemerkungen wolle» wir dem gesez lichenPrivilegio gar nicht das Wort reden, »och den übrigen ClassenLugenden und Talente absprechen, sondern nur dem un-gegründeken Reib und Haß gegen die höheren Stände,denen man zulezt gar nichts mehr gönnen möchte, entge-gen wirken.