oder Hungaren schuld , welche ihnen die Nothwendigkeit ei-nes gemeinsamen Anführers und Oberhaupts bewiesen. Da-zu kam die Macht der Gewohnheit, und die damals nochsehr zahlreichen Königlichen Domainen mußten doch irgendjemand zuerkennt werden. Gleichwohl dachten sie noch ankein beständiges Wahlreich, und die Sächsische Dynastieherrschte vom Jahr!)i!) bis 1024 in vier Generationenerblich; nur mußte der lezte dieses Geschlechts, Heinrichder Zänker, welcher schon ein entfernterer Verwandterwar, noch einen harten Kampf bestehen, bis sich sämtlicheGroße ihm unterworfen hatten.
Nachdem dieser Stamm auögestorben war, wurde,nach einem abermaligen höchst beschwerlichen Kampf derMächtigen um die höchste Gewalt und daraus entstande-ner Anarchie, von den Großen des Reichs, die zwischenMaynz und WormS gelagert waren, Conrad 1k. Her-zog von Franken zum König gewählt oder vielmehr, unterAcclamatio« der herbcygelaufenen Volksmenge, ausge-rufen.^) Sein Geschlecht herrschte wieder erblich indrey Generationen, ein ganzes Jahrhundert hindurch bis1125 wo es mit Heinrich V. erlosch.
Nun war durch die oben angeführten Umstände, durchvnglükliche Kreuzzüge und Italienische Kriege, durchErblichkeit der Lehen, durch Streitigkeiten mit Rom und
Ir) Quum Imperator Heuricus II. sine Filiis obiisset, quili-bet potentissimus secularium principum , vi magis quamingenio nitebatur aut fieri primus , aut quacunque pac-tione a primo secundus; ex qua re discordia paenetotum regnum invasit, adeo ut iu plerisque locis caedes,incendia, rapinte fierent. JVippo de vita Conr, Sal.Ede» derselbe beschreibt auch die Wahl nehst den Personenso Antheil daran genommen. S. P ü t t e r S RcicbS - Gesch. I.196 - 197.