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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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mal- und der Gradual-Erbfolge nicht entschieden, ob jeder Erstgeborne in der nämlichen Linie oder der älteste derDescendenten erben solle? ob und wie weil ein Repräsen-taiionö-Recht statt habe/ ob dem Mannöstammen ein be-ständiger Vorzug vor dem weiblichen gebühre? und diesesveranlaßte öftere Erb solgS-Streitigkeiren , welchebisweilen durch harlnäkigr Kriege oder durch freywilltgenGehorsam der Großen entschieden wurden. Doch betrafendiese Streitigkeiten nur die Glieder der Königlichen Fa-milie, und oft folgten mehrere Generationen hindurch dieSöhne auf die Väter oder die Bruder auf die Bruder ohneWiderrede und ohne ständische Anerkennung.

Im Jahr 1301 erlosch der Arpadische MannSstammund mit diesem Ereigniß fiengen die Usurpationen derGroßen oder die sogenannten Wahlen an, die aber meistnur gezwungne Anerkennungen, partielle Unterwerfungc»oder Entscheid von Erbfolgs-Streitigkeiten waren. DreyPrätendenten meldeten sich vorerst, alle von mütterlicherSeite aus dem Hause Arpad abstammend; allein die bey-den ersteren verliessen bald den Kampf und Carl Ro-bert von Neapel aus dem Hause Anjou, ein SohnS-Sobn der Schwester des lezten KönigS, als der nächsteVerwandte, vereinigte zulezt nicht nur die meisten Anhält-gcr, sondern ftzte sich auch im Jahr 1307 mit Gewaltder Waffen in Best;.

Auf ihn folgte im Jahr 1342 sein Sohn L udwigder Große ohne alle Wahl, und auf diesen im Jahr1382 seine ältere noch minderjährige Tochter Maria.Lezrere wurde zwar durch eine Insurrektion mehrerer Mag-naten auf einen Augcnblik deö Thrones beraubt, und vonden Insurgenten Carl der Kleine von Neapel zumKönig ausgerufen. Allein dieser vorgeblich Gewählteward schon nach io Tage» ermordet und Maria'S destg-