Band 
Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
JPEG-Download
 

find auch Kriege, wofern ihre Führung ohnehin gerechtund nothwendig ist, nicht ohne Nuzen, um die Großen andie Dienstbarkeit zu gewöhnen und die Idee ihrer Abhän-gigkeit zu erneueren. Diese Kriege müssen freylich deß-wegen weder muthwillig noch ohne Grund angefangen wer.den, weil solches viel größere Gefahren nach sich ziehenkönnte; aber eS ist gut wenn auch die Nachkommen mili-tärisch gegründeter Reiche bisweilen zeigen, daß sie nichtnur Territorial- und Ober.Lehnsherren, sondern auchAnführer und Feldherren sind. Denn während dem Kriegwo die Großen mitziehen müssen und wo sie unter einermilitärischen Subordination gehalten werden, gewöhnensie sich von neuem den König von welchem alle Befehle aus-gehen , als ihren Herren anzuerkennen und demselben mit-hin auch im Frieden dienstbar und unterworfen zu seyn.

4° Was gegen die Reichs stände zu beobachten,damit sie nicht in eine mächtige Corporation ausarten, viel-weniger die höchste Gewalt usurpiren können, ergiebt sich

„hallen, und nicht allein daran, so viel an ihnen ist, kei-„ncn Abbruch geschehen zulassen, sondern selbige viel-„mehr noch weiter auszubreiten. — Ueberall„ Friede, Einigkeit und gutes Vernehmen zu stiften und zu„erhalten. — Mir mLnniglich, absonderlich aber mit ih-„rcn Ordens-Brudern, in gutem brüderlichem Vernehme»„ zu leben — und derselben Ehre, zeitliches Glük und gu-„ten Namen wider alle Verläumdungen, und wodurch ih-«nen sonst nachgestellet werden möchte, treulich und unge-„scheut zu vertheidigen." — Von dem Orden sollen anS-gestossen werden, alle Gotteslästerer und Atheisten, die des«triminis laesae majestatis schuldig worden, in einer Klie-ges-Begebenheit schändlich durchgegangen sind oder sonst«vider Ehre , Pflicht und Gewissen gehandelt haben.