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Allein gleichwie die Natur alle Vortheile mit Nach-theilen compensirt, so können die Republiken auf der an-deren Seite auch nichts erben, nichts erhcyrathen, undsich dadurch weder Freunde machen noch schnelle Reich-thümer erwerben. Sie sind im Allgemeinen zu Führungdes Kriegs und zu glüklichen Regotiationen nicht so gutgeeignet wie die Fürsten, und können, durch unkluge Le».tung des einen oder der anderen, leicht um ihre Unab-hängigkeit, ihr kollektives Fürstenthum gebracht werden.In Verträgen werden sie noch eher als in Schlachten be-siegt, durch List und Erregung von Zweytracht leichterals durch offene Gewalt bezwungen, indem man wohlviele unter einander, aber nicht leicht einen Einzelnenmit sich selbst entzweyen kann. Äußere Kriege werden ge-wöhnlich nur im Zeitpunkt der ersten Begeisterung, wäh-rend dem Aufkeimen der Republik selbst glüklich geführt;in der Folge fehlt bald von unten die Disciplin, baldvon oben die Schnelligkeit und die Consequenz der Ent-schlüsse. Denn das bürgerliche GleichheitS-Gefühl ver-trägt sich nicht gern mit dem militärischen Gehorsam,und wo viele zu rathen und zu entscheiden haben, da fin-det bald diese bald jene Maxime die Oberhand, oder eSwird die eine durch den Einfluß der anderen gelähmt.Daher beweiset auch die Erfahrung, daß kriegführendeRepubliken meistentheilö zu Diktatoren ihre Zuflucht neh-men müssen, daß aber dann diese Diktatoren selbst zumächtig werden, bey ihren Untergebenen sowohl als beyihresgleichen großen Anhang finden, ihre Herrschaft be-halten wollen und der Republik den Untergang bereiten.Endlich reizt die Herrschaft der Republiken, so gerechtund milde sie auch seyn mag, immerfort den Neid derUnterthanen nnd befriediget ihren Ehrgeiz nicht. Man