ist nicht gern von einem Herrn regiert/ der aus vielenverschiedenen Köpfen zusammengesezt ist, besonders nicht' von solchen die sich einzeln und persönlich nicht viel voranderen auszeichnen; und weil/ wie wir oben gesehenhaben, die Bürger einer Republik fast alle ehrenvollenund einträgliche» Aenuer selbst bekleiden, so bleibt denEinwohnern dcö Gebiets desto weniger übrig. Darauserfolget, baß die Republiken von ihren Unlerrhanen weitmehrere und gefährlichere Feindschaften als die Fürstenzu besorgen haben und nicht leicht auf eine so innige undfortdaurende Anhänglichkeit als diese lezteren zählen tön.nen, wie dieses durch die Geschichte fast aller herrschen«den Republiken bestätiget wird. Innere Kriege sind aberden Republiken noch viel gefährlicher alö den Fürsten,theils weil die unzufriedenen oder infurgirten Untcrcha-nen Lurch ihre Privat-Verbindungen und Personal-Be-kanntschaften leicht eine Parthey unter den herrschendenBürgern selbst gewinnen können, welche immerhin mehroder weniger die Maßregeln der übrigen lahmt; theilsweil die einmal in Leidenschaft gebrachte Menge gewöhn,lich viel heftiger als ein Individuum ist; zu sehr aufstrenges BefugniZ und eigene Macht vertrauend, jedewahre Klugheit alö Schwäche verwirft und in der Folgedadurch nur desto schwächer oder klcinmüthiger wird;übrigens auch stets die ncmliche Person bleibt, die Er-bitterung länger beybehält und eben deßwegen wenigergeeignet ist, das schwere Problem von der glüklichen Be-endigung innerer Streitigkeiten aufzulösen, weder Hart-näkigkeit in unbedeutenden Nebensachen noch Schwäche inden Hauptsachen zu zeigen, die inneren Feinde nachdrük-lich aber edelmüthig zu befiegen, sie zu trennen, einzelne»der nach und nach mehrere zum Abfall zu bewegen,
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