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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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ihre Person Ehre und Reichthum/ steigende Macht undFreyheit wünschen , befinden sich gar viel besser bey dertreuen Ergebenheit an ein mächtiges Haupt/ daS mansteht und welches die geleisteten Dienste anerkennt, alsbey der sruchtlosen Aufopferung für ein Gemeinwesen/das man nicht steht, daS kein Herz hat und nichts vonGegenliebe weiß, weil man ihm nur dienen kann, indemman die Leidenschaften und die Privat. Interessen seiner^sichtbaren Mitglieder beleidiget. Wenn übrigens durchdie Uebermacht des einzelnen Bürgers das Communttäts-Pcrband nur noch in der Erinnerung oder anf dem Pa-pier besteht, in der That aber ganz andere Verhältnisseeingetreten sind, so behauptet die Natur ihr Recht gegenblos geschriebene Geseze; eS ist für eine solche Republikkeine Rettung mehr möglich, und bey der ersten Gelegen-heit wird ein kurzer Kampf gegen wenige Widerstrebendehinreichen, um diese Republik vollends in ein Fürsten-thnm umzuwandeln, es sey nun daß die früheren Formenund Redensarten einstweilen noch beybehalten, oder aberauch diese aufgehoben werden, und das zerrüttete Ge.meinwefen auch dem Namen nach in ein Privatwesen über-gehe. Dergleichen aus gestürzten Republiken entstandene»Alleinherrschaften müssen auch ihrer Natur nach immerhinunbeschränkt und despotisch seyn, theils weil ste mit denPrivat. Rechten des neuen Herrschers noch alle diejenigenvereinigen, welche die Republik, als solche, über ihreMitbürger ausgeübt hatte, theils weil ste den Charakterder Usurpation, oder einer Art von Eroberung an fich tra-gen , folglich den Argwohn gegen die früher gleichberech-tigten beybehalten, und wenigstens einen Theil derselbenals geheime Feinde ansehen müssen.