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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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Daher beweiset auch die ganze Geschichte, daß fastulle entzweyte Republiken, welche nicht die Beute frein-der Eroberer wurden, am Ende einer solchen inneren Er-oberung, der Präpoten; eines einzelnen Bürgers unrer-lagcn, und entweder von Demagogen, oder von ihreneigenen siegreichen Feldherren gestürzt worden sind. Ari-stoteles hat bereits diese Bemerkung gemacht, und inder alten Geschichte liefern DionysiuS und AgathokleS inSyrakuS, Pisistratus in Athen, MachäuS, Hanno undHamilkar in Carthago die Beweise dazu. Die RömischeRepublik ward bekanntermaßen von ihren eigenen Feld-herren, besonders von FuliuS Cäsar und Octavian, zuGrunde gerichtet. Ihre Fortdauer war unmöglich, so-bald einzelne Bürger so mächtig wurden, daß sie demSenat Schrekcn einflößen, aus eigenem Vermögen Ar-meen anwerben und bezahlen konnten, oder in den Pro-vinzen über große Länder herrschten, wo die ihnen an-vertraute Armee nur ihren Anführer kannte und bey denin Rom selbst herrschenden Zerwürfnissen und Zerrüttun-gen auch nicht mehr wußte, wem sie sonst zu gehorchenhabe. 7 8 > Da6 nemliche war das LooS fast aller Italieni-schen Städte und Republiken dev MittelaltcrS. Magna-ten und Heerführer, große für sich selbst beynahe unab-hängige Edelleute hoben sich dort zur Alleinherrschaft em-por. Cromwell machte der Englischen Parlaments. Cor-poration, Buonaparte der Französischen Sophisten. Re-publik ein Ende. Die Niederländische Republik konnte 'in die Länge unmöglich stehen bleiben, neben dem Haupt

7 ) Polit, v. c. 5. Uebcrsez. von Garvc. B. I. S. qr;.

L) Vergl. hierüber auch Montesquieu , de la decadenre desRomains, p. 82. und Albr. von Halter FabiuS und Cako.Edit. von Carlsruh, S. if>°.