zUtMeben wollen. Dergleichen Dietaturen werden bis.weilen/ wie in Rom/ bald mit bald ohne Vorbehalt,förmlich ernannt; oft aber bilden sie sich gleichsam vonselbst durch daS allgemeine Gefühl ihrer Nothwendigkeit,und durch das begründete oder unbegründete Zutrauengegen einzelne, ohnehin an der Spize befindliche Perfo.Nett. Allein ohne einen hohen Grad von Eewissenhaftig.kett und republikanischer Tugend werden diese Dietato.ren der Republik allemal gefährlich, und es ist äußerstschwer zu hindern, daß sie ihre Gewalt nicht mißbrau-chen , oder auch nach vorübergegangener Gefahr nichtferner behalten. Bestehen sie aus Collegien von wenigenPersonen, so zeigen sich im Kleinen die nemlichen In.konveniente wie bey den RathSversammlungen im Großen;diese Collegien sind nicht immer versammelt, ihre Be.schlüße sind weder geheim, noch schnell, noch konsequentgenug; eS entstehen auö ihnen Heils«AuSschüße, die lau.ter Unheil hervorbringen, Pentarchate und Triumvirate,deren Mitglieder vorerst die Republik unterdrüken, so-dann sich unter einander selbst entzweyen, bis daß einEinzelner über alle emporwächst, die lästigen Collegenausstößt, sich zum alleinigen Herren auswirft, und wegendem Charakter einer doppelten Usurpation diese Herr.schast entweder gar nicht, oder nur durch sortgcsezte Ty.ranney behaupten kann. Wird aber ein einzelner Bür.ger mit dictatorischcr Gewalt ausgerüstet, und ist dazunoch gegen innere oder äußere Feinde siegreich gewesen:so kann er selten oder nie wieder zur republikanischen
8) In Rom wurde» die Dictatoren von den Consuln ernannt,doch auf Empfehlung des Senats, und nur auf sechs Mo-nathe.
Eechitee Band. ° U