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Ni-lik allein wird dadurch der Hauptzwek jeder Dictatur,uewllch die Geheimhaltung/ die Schnelligkeit nnd Conse,qucnz der Beschlüße viel besser erreicht, sondern es istauch im Allgemeinen dabey weniger Usurpation zu besor-gen. Denn obgleich Heroen der Tugend überall feite»sind, so ist doch mittelmäßige Redlichkeit bey den Men-schen vorauSzusezen. Ein solch außerordentliches, regel-mäßig ertheiltes Zutrauen rührt daS Herz, bringt gegen-seitige gute Gesinnungen hervor, und wo nicht eine un-gezügelte Herrschsucht in dem Gemüthe wohnt (die dennschon bey der Wahl hätte vorausgesehen werden sollen),so wird der ernannte Dictator durch eine Art von Ehren-zwang gehindert, seine Gewalt zu mißbrauchen. Dabeysieht er doch etwas isolirter, und kann sich nicht alles zuFeinden machen, er muß mehr das Urtheil seiner Mit-bürger schonen, alS vereinte Collegen, die einerseits demZwek nicht entsprechen, anderseits sich wechselseitig mitihrem Anhang unterstüzen, dadurch die Gewissens-Skru-pel der Einzelnen heben, und entweder blos einem sichde facto aufdringenden Dictator ihren Rainen leihen,oder zulczt allemal in zerstörende Faktionen ausarten.Drittens ist es auch der Klugheit angemessen, jene Die-tatvr nur auf eine gewisse Zeit, die allenfalls per-«-längert werden kann, zu bestimmen, damit jedermannden Zeitpunkt voraussehe, wo die natürliche Ordnungzurükkehren solle, und eine allfällige Usurpation desto auf-fallender werde, mithin auch leichter zu hinderen sey.Eine solch temporäre Dictatur erwekt erstlich wenigerNeid, und sie wird auch viel eher wieder abgegeben, alsdiejenige , welche durch Herrschsucht der einen »nd Träg-heit der anderen unvermerkt einschleicht, keinen bcsiimm-tcn Anfang hat, und daher auch gewöhnlich kein Ende