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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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kiken, bedeutende Streitigkeiten mit größeren Mächten zuvermeiden, und ohne Noth auch nicht an fremden Hän-deln Theil zu nehmen, ihre eigenen Ansprüche zu mäßi-gen, und nicht überall erscheinen zu wollen, sich mit einembeschränkten, durchaus rechtmäßig erworbenen Gebiet zubegnügen (welches weit mehr als man glaubt zu dessenErhaltung beyträgt), durch ein gerechtes, bescheidenesund freundliches Betragen sich hinwieder Freunde zumachen, und überhaupt die allgemeine Achtung zu er-werben, auf daß, wenn auch einzelne Potentaten ungün-stige Gesinnungen hätten, die Existenz und Unabhängig-feit der Republik dennoch durch den guten Willen derübrigen und durch ihre wechselseitige Eifersucht untereinander gerettet werden möge.

Wie schon im lstctt Capitel bemerkt worden, so sindinnere Streitigkeiten und Kriege mit ihren eigenen Un-terthanen den Republiken noch viel gefährlicher als denCinzelherren, theils weil die Insurgenten durch ihre Pri-vat-Verbindungen oder durch den Schein ihrer Beschwer-den selbst, leicht eine Partey unter den herrschenden Bür.gern selbst gewinnen, mithin in dem Rathe selbst Zwey-tracht veranlassen, theils weil sie meist äußere Einmi-schung nach sich ziehen, das Ansehen der Republik er-schüttern , und fremde Usurpationen begünstigen , theilsendlich weil alle Communitäten, als kollektive Personen,gewöhnlich viel heftiger, leidenschaftlicher, in Nebendin-gen, welche Privat-Interessen berühren, hartnäkig, inden Hauptpunkten, welche die ganze Republik angeben,oft nur zu gleichgültig, und daher weit weniger als Ein-zelherren geeignet sind, nach erfochtenen Siegen die ge-wesenen Feinde wieder zu Freunden zu machen , und den